2010 D-Türkei-Syrien-Jordanien-2011-Griechenland-Türkei-Bulgarien-Rumänien-Ukraine-Polen-D-Verschiffung- USA-Mexico-2012-Mexico-Guatemala-El Salvador-Nicaragua-Costa Rica-2013-Panama-Verschiffung-Kolumbien-Equador-Peru-Bolivien-Brasilien-Uruguay-Argentinien-2014-Chile-Bolivien-Uruguay-Argentinien-D-Verschiffung-Malaysia-2015-Thailand-Kambodscha-Laos-Thailand-Myanmar-Indien-Nepal-2016-Indien-Pakistan-Iran-Türkei-D-2017-D-Marokko-D Verschiffung D-Südafrika-Namibia-2018-Südafrika-D-Südafrika-Namibia-Botswana-Südafrika-Swasiland-D- Südkorea-Australien-2019-Vietnam-D-Polen-Litauen-Lettland-Estland-Russland-Aserbaidschan-Georgien-Türkei-Iran-VAE-Oman-VAE-Corona-Zwangspause-VAR-Oman

Sonntag, 26. Dezember 2021

VAE 2

 Nach fast 2 Jahren machen wir uns endlich wieder auf den Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Dubai. 

Im März 2020 wurden wir wegen der Corona-Pandemie mit der Botschaft ausgeflogen. Da alle Grenzen geschlossen waren, musste unser Bulli in Dubei bleiben. Er hatte zwar einen sicheren Platz auf einer Farm gefunden, die Fotos vom Auto zeigten uns aber einen traurigen Bulli. Das Auto hatte etliche Rostflecken, an der Fenstereinfassung richtige braune Rosttränen. Höchste Zeit also, dass wir mal nach dem Rechten sehen.

Da wegen Corona immer noch einige Grenzen für Ausländer geschlossen sind, kommt für uns eine Rückreise über Land noch nicht in Frage. Nach den Weihnachtsfeiertagen machen wir uns am 27.12. auf den Weg nach Berlin, um den PCR-Test für den Check in zu haben. Der ist negativ, also fahren wir am nächsten Tag wieder nach Berlin zum Flughafen. Wir fliegen mit der Royal Jordan Air komfortabel, allerdings mit Maske, nach Dubai, Ankunft morgens um 3 Uhr. Dort wird nochmal kontrolliert, ob wir unsere Auslandskranken-Versicherung, den negativen PCR-Test, den vollständigen Impfnachweis und die VAR-Corona-App dabei haben. Nach der Passkontrolle geht es für alle natürlich noch einmal zum- PCR-Test. Nach gut 90 min haben wir endlich alles geschafft und können Einreisen.


Da wir sowieso zu früh sind, tauschen wir noch etwas Geld, holen eine Sim-Karte und machen uns langsam auf den Weg zur Farm. Mit Metro und Bus landen wir fast vor der Haustür, ein Arbeiter wartet schon auf uns. Der Bulli ist frisch gewaschen, sieht aber furchtbar aus. Die fast 2 Jahre Standzeit unter freiem Himmel haben ihre Spuren hinterlassen. Durch die hohe Lustfeuchtigkeit ist das Auto jeden morgen richtig nass, dazu kommt die hohe Temperatur, das war dann doch zu lange keine Pflege. Es gibt jede Menge Roststellen, innen ist er durch den Wüstenwind ziemlich eingestaubt, beide Batterien sind leer, die Reifen fast platt, die meisten Lebensmittel hinüber usw. Jede Menge Arbeit also.

Auf der Farm haben wir Platz, der Inhaber ist sehr hilfsbereit, wir reparieren, räumen aus, werfen weg, füllen Wasser auf usw,.

Am Motor sieht eigentlich alles gut aus, einen porösen Gummischlauch kann ich nachsetzen und mit geladener Batterie springt er auch gleich an.

Von der Farm fahren wir erst einmal in den nächsten Supermarkt zum Einkaufen und dann zu unserem Strand an der Palme.

Da wir die letzte Nacht fast überhaupt nicht geschlafen haben, werden wir am nächsten Tag erst gegen Mittag wach. Wir genießen die Sonne und das angenehme Wasser, aber das war es dann auch schon. Ab dem nächsten Morgen ist es kühl und in den nächsten Tagen gibt es täglich heftige Regenfälle, Gewitter und heftigen Wind. Ein guter Tag um in einem der vielen Shopping-Center einkaufen zu gehen. In der Emirates Mall gibt es neben unendlich vielen Geschäften und Restaurants auch eine Skihalle.

An Sylvester unternehmen wir einen Ausflug nach Sharjah zum dortigen Meeres-Aquarium. Sehr sehenswert und für über 60jährige mit kostenlosem Eintritt. Die Fahrt mit dem Auto dauert allerdings etwas länger, viele Straßen sind überflutet, einige unpassierbar und es gibt etliche Unfälle und jede Menge Stau..

Nach dem Abendessen fahren wir wieder zum Strand und finden gerade noch einen freien Parkplatz mit guter Sicht auf die Bucht. Und es kommen immer mehr Autos. Der gesamte Platz ist mit hunderten von Autos vollgeparkt. Die meisten haben eine Decke oder Teppich dabei und machen es sich auf dem Strand gemütlich. Wir setzen uns vor das Auto und genießen den Abend bei einem Glas Wein. Damit sind wir allerdings die Ausnahme, denn es wird gegrillt, erzählt, mit den Kindern gespielt, aber natürlich wird in dem muslimischen Land öffentlich kein Alkohol getrunken. Es gibt keine Musik oder sonstige Unterhaltung, kein Verkaufsstand und es werden auch keine Silvester-Knaller oder Raketen gezündet. Das findet für die Touristen alles in der Nähe der Hotelanlagen statt. Pünktlich um Mitternacht zählt der Count Down an dem illuminierten Riesenrad die letzten Sekunden des Jahres 2021 herunter und dann gibt es gegenüber auf der Palmen-Insel an mehreren Hotelanlagen schöne Feuerwerke. Wir köpfen unseren mitgebrachten Sekt und stoßen auf das neue Jahr an.

Die letzten Standgäste verlassen den Platz in den frühen Morgenstunden. Wir legen einen Strandtag ein und versuchen mal wieder richtig auszuschlafen.

Vor Corona war dieser Stand mit zig Trailern und Wohnwagen belegt und man konnte hier gut campen. Das ist jetzt alles verboten, er ist ein reiner Badestrand und auch wir fahren immer zum Abend auf einen anderen Platz.

In den nächsten Wochen sind wir meist in Dubai unterwegs. Wir besuchen unseren alten Stellplatz am Strand in Sharjah, streichen die Roststellen, lackieren die Stoßstangen, reparieren ein wenig und baden natürlich.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Dubai die Weltausstellung Expo 2020 um 1 Jahr verschoben. Und so hatten wir die Gelegenheit, die Expo zu besuchen. Da wir beide über 60 sind, bekamen wir bei
unserem ersten Besuch kostenlos eine Dauerkarte, gültig bis zum Ende der Expo und die haben wir auch ausgiebig in Anspruch genommen.


Die meisten Länder der Erde haben entweder einen eigenen großen Pavillon errichtet, oder presentieren in Ausstellungsräumen die Besonderheiten ihrer Region. Da auch wir schon etwas herum gekommen sind, haben wir natürlich alle Länder besucht, in denen wir schon waren.

An den Wochenenden finden regelmäßig Konzerte und Auftritte auf der Freilichtbühne statt, im großen Dom konnten wir tolle Musicals und Video-


Präsentationen erleben. Wegen der Temperaturen sind wir meist erst Nachmittags dort hin gefahren, aber die Innenräume waren alle klimatisiert und die Außenbereiche großzügig beschattet. Viele Gebäude erstrahlten erst am Abend mit riesigen Led-Fassaden. Wir waren meist bis Schließung der Ausstellungen auf dem Gelände und oft gab es hinterher noch Life-Auftritte mit Cocktail.

Wir waren im gesamten Zeitraum wohl mindestens 8 mal auf der Expo und haben jedes Mal neues entdeckt. 


Zwischendurch haben wir natürlich auch mehrere Ausflüge unternommen.

Wir sind an die Seen des Naturparks El Quadra gefahren und konnten dort neben vielen anderen Wasservögeln auch Flamingos beobachten. Die Seen sind alle sehr naturnah, aber künstlich angelegt und man fährt wie in den USA mit dem Auto durch den Park. Bei den Temperaturen ist das in den klimatisierten Autos auch keine schlechte Idee. Und wir kurbeln einfach die Fenster herunter,


geht ja auch und man sieht mehr.

In Dubai gibt es nicht nur Hochhäuser, ein paar alte Gebäude hat es dort auch schon früher gegeben
Da der Verkehr in der Stadt trotz mehrerer 8 spuriger Autobahnen am Nachmittag nicht ohne tägliche kilometerlange Staus abgeht, haben

wir mehrmals die Metro für unsere Ausflüge genutzt. Wir fahren zum Creek, einem natürlichen Meeresarm, der das alte Dubai teilte. Hier geht es mit altertümlichen Holzbooten auf die andere Seite zum Deira Souk. Hier kann man fast alles kaufen. Das Problem ist nur, die richtige Straße zu finden. Wie in Arabien üblich, sind die Sortimente räumlich getrennt, also eine Straße Töpfe und Geschirr, ein Stück weiter gibt es Stoffe und wieder ganz wo anders Gold und Schmuck.

Leider  nehmen inzwischen die typischen Touristen-Andenken-Schnick-Schnack-Läden auch in den traditionellen Souks überhand. 

Aber das ist wohl überall so, wo zu viele Touristen auftauchen und nicht allzu weit entfernt, liegt ja auch die Anlegestelle für die Kreuzfahrtschiffe. 


Eine Tour führte uns auf den höchsten Berg der VAE, den Jebel Jais. Hier kann man in den trockenen Bergen mehrere Wanderrouten laufen und wer will, kann die längste Zippline der Welt erproben, oder sich auf der höchsten Sommerrodelbahn versuchen.

Die Aussicht von hier oben ist natürlich grandios und eine ruhige milde Übernachtung gibt es dazu.


An einem Wochenende fand in Sharjah ein Lichterfest statt. Am Nachmittag hatten wir uns noch den Gold-Suq  angeschaut. Mit Einbruch der Dämmerung wurden mehrere Gebäude in immer wechselden Farben illuminiert. Viele Menschen machten am Weg um den See mit der Familie ein Picknick Und hier gab auch Imbiss-Stände mit verschiedenen Angeboten.






Zum Ende unseres Aufenthaltes mussten wir noch eine Angelegenheit bereinigen. Bei der Einfuhr 2020 wurde unser Bulli als Kfz mit dem Carnet registriert, allerdings nur für ein Jahr. Da diese lange überschritten war, wollten wir die Anmeldung aktualisieren. 

Dazu muß man allerdings über eine Grenze neu einreisen. Also haben wir einen neuen PCR-Test gemacht und sind zur nördlichen Exklave von


Oman, nach Musadam gefahren. Die Grenzabfertigung ging ziemlich fix. In Musadam gibt es ein Fort zu besichtigen und die Nacht konnten wir an einem allerdings recht belebten Strand verbringen.

Leider hatten wir unterwegs mal wieder ein paar Probleme mit dem Starten des Bullis. Beim Drehen des Zündschlüssels gab es nur ein Klick und nichts weiter. In Dubai hatte ich schon einmal das

Problem, aber eine neue Batterie und ein neuer Anlasser hatte nur zu einer kurzzeitigen Besserung geführt. Schließlich hatte ich einen Kabelschuh am Pluskabel des Anlassers als Übeltäter gefunden, aber leider keine Werkstatt, die den Schuh ordentlich verpressen kann. Mit meinen Mittel hatte es eine ganze Weile funktioniert, aber nun war wieder Schluss. Nachdem ich mich hatte anschleppen lassen, haben wir auf einem Parkplatz an der Straße eine längere Pause eingelegt.
Also wieder unter das Auto gelegt und alles                                                                                                ausgebaut. 
Darin hatte ich ja inzwischen schon Übung. Anschließend wurde am Küchenherd über der Gasflamme alles schön verlötet. Jetzt sollte es eigentlich halten.Und natürlich haben wir uns nebenbei auch noch Musadam angeschaut, sind in einem Wadi geklettert und haben eine Nacht am Strand verbracht. Wegen dem PCR-Test hatten wir nur 72 Stunden, denn noch einen wollten wir nicht machen. 

Ja und ein letztes Problem war noch zu lösen. Ursprünglich wollten wir auf dieser Reise den Bulli nach Hause fahren. Der Plan war, von den VAE über Saudi Arabien und Jordanien nach Israel zu fahren. Von dort sollte es mit der Fähre nach Italien oder Griechenland gehen und dann weiter nach Hause. Leider kam mal wieder Corona dazwischen, denn noch im Dezember hatte Israel wegen der Omnicon-Variante die Grenze für Ausländer geschlossen.

Also mussten wir für den Bulli noch einmal einen Stellplatz finden. Unsere Farm hatte wegen einer Baumaßnahme abgelehnt.

Man kommt aber als Exot mit dem kleinem Bulli immer wieder ins Gespräch mit den Leuten. Natürlich haben wir unser kleines Problem des öfteren angesprochen. Am Ende hatten wir 2 Optionen und haben uns dann für einen Parkplatz in einer ruhigen Siedlung entschieden. Hier soll der Bulli geschützt unter einer Faltgarage, am Haus von Peter, einem Deutschen, bis zu unserer Rückkehr im Herbst stehen.


Freitag, 10. Juli 2020

VAE/ Corona-Pause

Am 13.März 2020 fahren wir über die Grenze in die VAE. Wegen der Corona-Pandemie hatten wir für den 21.03 einen Rückflug nach Deutschland gebucht. Die Entwicklung ist einfach nicht mehr abzuschätzen, also lassen wir unser Auto in Dubai und fliegen erst mal nach Hause. Bis zum Abflug ist noch einiges zu tun, denn wir brauchen noch einen sicheren Stellplatz für den Bulli. 

Wir haben mehrere Adressen, verabreden uns mehrfach mit den Anbietern. Am 19.03. erhalten wir die Mitteilung, dass unser Flug gecancelt wurde. Wir versuchen noch einen anderen Flug zu bekommen, fahren am nächsten Tag direkt zum Flughafen, aber dort gibt es auch keine Flüge mehr nach D. Ein Besuch bei der dt. Botschaft in Dubai bringt auch nicht viel. Also tragen wir uns in das offizielle Rückhol-Programm des Auswärtigen Amtes ein und schauen uns noch einen alternativen
Stellplatz für den Bulli an. Dort treffen wir auch ein paar alte Bekannte aus Salalah wieder. Da dieser Platz zwar gut zum Abstellen des Autos taugt, aber kein Campingplatz ist, füllen wir im großen Supermarkt noch einmal unsere Vorräte auf. Dann machen wir uns gemeinsam auf den Weg in ein abgelegenes Wadi, etwa 120km von Dubai entfernt. Wegen der heftigen Regenfälle der letzten Tage ist die Straße in die Berge weggespült, wir finden etwas abgelegen einen anderen Platz an den Bergen. In der Nähe gibt es eine Moschee mit
Wasserhahn, hier können wir ohne Probleme waren, bis es einen Rückflug für uns gibt. Am 28.03. sitzen wir ganz gemütlich beim Frühstück, als mir einfällt, dass ich heute noch gar nicht meine Mails überprüft habe. Dann der große Schreck, heute morgen, also vor 3 Stunden sollten wir in Dubai an der Botschaft sein. Unser Flug geht heute, die Mail dazu kam in der Nacht. Wir haben Glück, denn der Flug geht nicht von Dubai, sondern von Ras al Khaima und das ist nur 20km entfernt von unserem Stellplatz. Da wir nicht die Abflugzeit kennen, packen wir alles schnell zusammen und versuchen es einfach den Flieger am Flughafen noch zu erwischen. Dort werden wir von einem Botschafts-Mitarbeiter empfangen, bekommen Mundschutz und Handschuhe und können sofort einchecken. Wir haben noch eine Stunde, packen also schnell unsere Sachen, bringen den Bulli auf den Flughafen-Parkplatz und flitzen im Dauerlauf zurück. Wir sind die letzten bei der Passkontrolle. Der Rückflug ist sehr unruhig, der Flieger rammelvoll und die meisten Passagiere kennen sich aus ihrem Hotel. Da ist nichts mit Abstand, fast allen haben ihren Mundschutz wieder ab, ziemlich unverständlich für uns. In Frankfurt kommen wir auf einen menschenleeren Flughafen und warten im leeren Bahnhof auf unseren Zug. Leider wird heute Nacht die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt, also hat unser Zug genau eine Stunde Verspätung, der Anschluß ist weg. Irgendwann kommen wir in Magdeburg an, nur noch 20km und dann geht auch noch die Lok kaputt. Gut 24 Stunden nach dem Frühstück am Bulli kommen wir zu Hause an. In den nächsten Tagen zeigt sich, wir haben uns weder in den VAE noch im Flugzeug mit dem Corona-Virus infiziert. Unser Bekannten fahren den Bulli vom Flughafen-Parkplatz zu einer Unterstell-Möglichkeit in Dubai zurück. Hoffen wir , das wir gesund bleiben und die Reisebeschränkungen irgend wann gelockert werden, um den Bulli wieder nach Hause zu bringen. Bis dahin wünschen wir allen eine gesunde Zeit.

Freitag, 14. Februar 2020

Oman

Das Visum für 30 Tage kann man direkt an der Grenze kaufen und schon sind wir im Oman. Wir fahren immer an der Küste zum Golf von Oman entlang. Keine Hochhäuser am Wasser, dafür fährt hier der Fischer morgens zum Fang hinaus. Wir finden ein paar schöne Plätze zum Übernachten direkt am Meer. Vor Masqat, der Hauptstadt des Oman biegen wir ab Richtung Süden, Richtung Wüste. Ziel ist die 1000km entfernte Küstenstadt Salalah. Unterwegs geht es mit wenig Abwechselung durch Gebirge, Fels- und
Sandwüsten. Wir streifen am Rande das Leere Viertel, die größte Sandwüste der Erde, die bis weit nach Saudi Arabien und den Jemen reicht. Kurz vor Salalah erreichen wir den Baumpark Wadi Dawqah. Hier, am Ausläufer es Dhofar-Gebirges wachsen in großer Zahl die Weihrauchbäume. Das Harz dieser Bäume verhalf dem Oman schon in der Antike zu wirtschaftlicher Blüte und wurde zeitweilig mit Gold aufgewogen. Unseren ersten Strandplatz finden wir bei Mughsay,
80km vor der jemenitischen Grenze. An der langgezogenen Sandbucht sind mehrere Strandhäuser verteilt, in denen man auch mal etwas Schatten findet. Am Ende der Bucht befinden sich bei den Klippen mehrere Blowholes, wo bei schwerer See das Wasser durch runde Löcher empor spritzt. Wir haben schönes Wetter und dafür eine tolle Aussicht. Das Wasser ist warm und wenn nicht gerade jemand zum Picknick da war, sind auch der Strand und die Hütten sauber.
Nach ein paar Tagen geht es weiter nach Salalah. Durch das milde Klima und die ausreichenden Wasserquellen in den Bergen wachsen hier Bananen, Papayas, Mango und natürlich viele Kokospalmen. In einen Palmenhain direkt am Strand finden wir einen schönen Stellplatz mit etwas Schatten. Wir suchen uns einen Platz, bauen das Sonnensegel auf und finden sogar 2 passende Palmen für die Hängematte. Hier stehen auch noch 2 weitere deutsche Fahrzeuge und
so kann man gemütlich zusammen sitzen und einige Tipps für die weitere Route austauschen. Der Weihrauch-Markt ist nicht weit, die Obst-Stände sind gegenüber und ein nettes indisches Restaurant gibt es auch. Hier kann man ein paar Tage bleiben. Ab dem Nachmittag fahren die Omanis auf der Corniche, der unbefestigten Küstenstraße direkt am Strand spazieren. Baden tut hier so gut wie keiner, aber es gibt ja trotzdem was zu sehen, z.Bsp. drei Autos, die hier campen. Alle sind freundlich, viele winken, mal kommen zwei
mit dem Pick-Up, laden ihre Campingstühle aus und setzen sich zu uns. An einem Morgen kommt ein Omani und bringt für uns alle zum Frühstück gefüllte Fladen-Brote. Wir fühlen uns wohl, fahren mal in den Ort zum Einkaufen, ein anderes Mal zur Polizeistation um unser Visum zu verlängern. Leider wird der Wind stärker, der Sand fliegt durch die Luft, Zeit für uns aufzubrechen. In Sichtweite der Küste zieht sich das Dhofar-Gebirge entlang. Aus Kalkstein-Hängen entspringen bei Ain Razat mehrere Quellen. Durch das Wadi Darbat zieht sich
sogar ein langer schmaler See. Im Wadi grasen zahlreiche Kühe und Esel. Beeindruckend sind aber die vielen Kamelen mit etlichen Jungtieren. Einige besuchen uns zum Frühstück und schauen, was es so bei uns gibt. Das Wasser des Wadis stürzt am Ende 200m in die Tiefe und bildet an der Küste eine tiefe Bucht. Hier befand sich der antike Handels-Stadt Samharam. Neben dem Hauptausfuhrprodukt Weihrauch wurden hier auch Gewürze aus Indien weiterverladen auf die Kamelkarawanen nach Norden. Im nahegelegenen Taqah haben wir uns noch die kleine Stadtfestung mit vielen Einrichtungs-Gegenständen angeschaut, bevor es so langsam auf den weiten Weg nach Norden geht. Erst vor wenigen Jahren wurde das letzte Stück der Küstenstraße bis Masqat fertig gebaut. Vorher gab es nur die Straße durch die Wüste, jetzt kann man die über 1000km Strecke entlang der felsigen Küste, an langen Sandstränden und einsamen Buchten, durch kleine Ortschaften und verwunschene Wadis, durch feine Sanddünen und fahren.

Mittwoch, 12. Februar 2020

VAE

Nach der Überfahrt über die Straße von Hormus verlassen wir in Sharjah die Fähre. Mit dem Auto geht es zur Migration und endlich darf auch das Kopftuch in der Tasche bleiben. Die VAE sind da wesentlich freizügiger.
Obwohl wir visumfrei einreisen dürfen, dauert das Prozedere ewig. Und dann geht die Rennerei wegen dem Auto los. Ich bekomme einen Laufzettel, muss zu 5 verschiedenen Stellen, natürlich immer wieder mit den entsprechenden Gebühren. Zwischendurch stellen sie fest das ein Zettel, die Bill of Entry fehlt, also noch mal 100§ für den Agenten. Und ganz zum Schluss, bei der Berechnung der Hafengebühren, stellen sie fest, dass der Agent sich vor 4 Stunden bei den Nullen verschrieben hat: mein Bulli wiegt 17 t  und die

Gebühr wird nach Gewicht berechnet. Wir können uns trotzdem einigen und nach dem Röntgen geht es endlich  auf den ersten Badeplatz am Persischen Golf. Schräg gegenüber ist ein gut sortierter Supermarkt und hier gibt es alles. Früchte aus aller Welt, Lebensmittel von überall und ein paar Sachen sogar von hier.
Die Preise sind etwas höher wie in D, dafür ist die Auswahl riesig.
Trotz der Nähe zum Hafen ist das Wasser ok,
allerdings muss jeden Morgen eine Unmenge an Müll aufgesammelt werden. Zum großen Teil stammt das von den hunderten von Schiffen im persischen Golf. Neben unserem Strand muss ein Hotel mit überwiegend russischer Belegung sein, wir werden meist auf Russisch begrüßt. Auch an den knappen russischen Bikinis stört sich niemand, obwohl ja eigentlich Sharjah strenger islamisches geprägt ist, als Dubai.
Am Nachmittag wollen wir uns das Zentrum von Sharjah mit der großen Lagune anschauen. Bei dichtem Verkehr geht es über breite moderne Autobahnen durch die moderne Hochhausbebauung  zu dem 5km entfernten City. Später hätten wir auch nicht starten dürfen, denn ab 5 Uhr quälte sich die Blechlawine im Schritt-Tempo über die meist 5 Spuren. Parkplätze sind grundsätzlich kostenpflichtig (12 € für 3h), aber  das kennt man ja aus D.
Es wird viel gebaut, immer noch höher und moderner. Geld spielt ja nicht die große Rolle.
Zum Abend lassen wir es uns in einem chin. Hot Pot-Restaurant gut schmecken.
Da wir noch weiter nach Süden wollen, machen wir uns am 2.2.auf den Weg in den Oman.

Montag, 10. Februar 2020

Iran

Die Grenzformalitäten auf der iranischen Seite sind schnell erledigt. Nachdem der Zöllner hört, dass wir aus D sind, werden wir herzlich willkommen geheißen und durchgewunken.
Die Strecke durch den Iran verläuft fast vollständig in Höhen zwischen 1000 und 2000m. Trotzdem ist es nicht ganz so kalt, wie erwartet.

Wir waren bereits vor 4 Jahren einmal quer durch den Iran gereist. Es war April, warm und sonnig,
die Iraner hatten Ferien, alles super. In den 4 Wochen hatten wir die wichtigsten interessanten Städte besucht und viele nette Begegnungen mit Iranern gehabt. Wegen der kühlen Witterung wollten wir uns diesmal nicht so lange aufhalten und sind zügig durch den Iran gefahren.
Leider sind die Straßen inzwischen wesentlich schlechter geworden, als beim letzten Mal. Zu allem Überfluss gibt es auch noch an allenmöglichen und unmöglichen Stellen, Kreuzungen, Einmündungen, Orts-Ein- und Ausfahrten, Überwegen usw. Bodenwellen als Geschwindigkeits-Bremse. Oft warnt auch kein Schild davor und bei mehr als 20km/h fällt fast das Auto auseinander. Nach ich zum 2.mal so ein Ding übersehen habe, werde ich dann doch sehr vorsichtig.
Weite Strecken sind mautpflichtige Autobahn. Mehrmals kommt es vor, dass wir mit unserem deutschen Kennzeichen mit einem freundlichen Welcome ohne Bezahlung weiter fahren können.
Ein Problem ist auch das Tanken. Im Iran gibt es keine privaten Diesel-Fahrzeuge. Alle PKW fahren mit Benzin oder LPG und die LKW-Fahrer haben alle eine Tank-Karte. Ohne Karte kein Diesel und in Grenznähe schon gar nicht. Der Diesel kostet
selbst nach Bank-Kurs keine 10 €-Cent, ich bin aber trotzdem voll rüber gefahren. Nach 500km fange ich langsam an, eine Tanke zu suchen. Nach 3 vergeblichen Versuchen bringt uns dann ein Iraner mit seinem Auto zu einer Tankstelle, wo der Tankwart die entsprechende Tank-Karte für Ausländer hat. Hier kostet der Sprit zwar doppelt so viel, ist aber trotzdem super billig.
Unseren ersten Halt legen wir in Isfahan ein. Der
Stellplatz an einem Hostel im Zentrum ist eine Baustelle, der Inhaber vermittelt uns aber gleich
ein Hotelzimmer zu einem vernünftigen Preis um die Ecke. Eine warme Dusche ist sowieso mal wieder dran, also schlagen wir zu. Von hier ist es auch nicht weit bis zum Basar.
Unser nächster Halt sollte eigentlich Schiraz sein. Wir finden auch den Parkplatz am Rand der Stadt. Mit dem Taxi fahren wir ins Zentrum, um dann dort festzustellen, es ist Freitag. Alles ist geschlossen, selbst durch den Basar kommen wir nicht. Wir machen einen Stadtbummel, erkennen
viele Orte wieder und beschießen weiter zufahren.
Leider wird der Freitag auch von vielen Iranern zu einem Ausflug genutzt. In den Bergen hat es in den letzten Tagen geschneit und so finden wir uns am Ortsausgang in einem gewaltigen Stau wieder. In Stop and Go geht es langsam bis in die Berge hinauf, wo dann so langsam ein Auto nach dem anderen ausschert, sich einen Parkplatz am Straßenrand sucht und gemütlich die Picknick-Decke im Schnee ausbreitet. Dann wird Tee getrunken, gegrillt, ein Schneemann gebaut oder
auf einem mitgebrachten LKW-Schlauch den Berg hinunter gerodelt.
Wir machen auch noch einmal eine letzte Kaffee-Pause im Schnee, schauen uns das Ganze an und fahren dann so langsam die Berge hinunter. Endlich haben wir es geschafft und können den Winter hinter uns lassen.
An der Küste ist es richtig warm und wir finden sogar einen abgelegenen Platz, wo Edith im Badeanzug ins Meer steigen darf. Ansonsten sind die Bekleidungsvorschriften im Iran sehr streng,

immer mit Kopftuch, auch im Auto, keine körperbetonten Kleidungsstücke usw.
Wobei wir den Eindruck hatten, dass es seit dem letzten Mal schon etwas liberaler geworden ist.
Nach den kahlen trockenen Hochebenen ist es hier unten richtig grün. Es wird viel Gemüse angebaut und überall stehen die kegelförmigen Wasserstellen.   
Nach fast 3000km durch den Iran kommen wir

dann endlich in Bandar Abbas an. Von hier wollen wir die Fähre über die Meerenge von Hormus nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten nehmen.
Wir sind natürlich erst am falschen (Passagier-)Hafen, finden dann aber doch den Richtigen.
Nachdem wir die Preise geklärt hatten, fragt mich der Hafenagent plötzlich, ob wir morgen oder
schon heute fahren wollen. Eigentlich solle erst morgen eine Fähre fahren, das Auto muss dann schon am Morgen zum Hafen gebracht werden und nach der ganzen Abfertigung geht dann am späten Abend erst das Schiff. Den Tag kann ich mir sparen, also sage ich für heute zu, wenn wir das noch schaffen. Ja, ich könnte sogar als letzter auf die Fähre fahren, damit ich auf der anderen Seite zuerst runter kann.
Am Abend ist dann alles geschafft, ich habe alle
Papiere und auch die Bordkarten und kann das Auto auf die Fähre fahren. Ich wundere mich noch, das ich dann doch das erste Auto an Bord bin, aber ist ja egal, ich hab ja Zeit.
Wir machen es uns an Bord im Sessel gemütlich, staunen, das unsere Fähre mit Namen Sunny früher Trelleborg hieß und zwischen Saßnitz und Trelleborg als Eisenbahn-Fähre über die Ostsee schipperte.
Nach dem Essen erhalten wir die Einladung, mit dem Kapitän einen Tee zu trinken. Von ihm erfahren wir u.a. dass heute die erste Fahrt mit der neuen LKW-Bordklappe ist, unser Bulli also das erste Auto auf dieser Linie ist. Daher auch die vielen Video-Aufnahmen, als ich an Bord gefahren bin. Sie wollen ein kleines Video drehen, also gibt es nebenbei noch ein kleines Interview. Als Dank können wir am nächsten Tag die Brücke anschauen und für die Nacht erhalten wir kostenlos eine komfortable Kabine.
Auf der Brücke stauen wir nicht schlecht, wie viele Schiffe gleichzeitig in dieser Meerenge unterwegs sind.
Bald zeichnet sich die Skyline von Dubai am Horizont ab, wobei der Fährhafen gleich daneben im Nachbar-Emirat Sharjah liegt.  

Samstag, 8. Februar 2020

Türkei

Die Grenzkontrolle ist schnell erledigt und schon fahren wir an der Türkischen Schwarzmeer-Küste entlang. Wir sehen vor der Entscheidung, wie nun unsere Reise weiter gehen soll. Eigentlich war der Iran unser nächstes Ziel, aber nach dem Drohnen-Angriff , dem Flugzeug-Abschuss und den Demos machen wir uns doch so unsere Gedanken. Die Straße verläuft schon in der Zentral-Türkei bei bis zu 2500m Höhe und nun sagt der Wetterbericht -14°C in der Nacht voraus. Auch im Iran geht es immer oben lang. Wir entscheiden uns  und drehen wieder um. Die Ausweich-Variante wäre Zypern. Also geht es hinüber zum Mittelmeer. Hier sind die Temperaturen auch angenehmer.
Nach einigen Tagen scheint sich aber doch die Situation zu entspannen und wir entscheiden uns nun doch für den Iran.
Der nächste Grenzübergang ist , also los geht es. Die Strecke führt teilweise direkt am stark gesicherten Grenzzaun zu Syrien entlang. Dann geht es in die Berge, über viele km an der Grenze zum Irak. Es gibt viele Militär-Kontrollen, sonst aber keine Probleme. Die Straße windet sich so langsam immer höher, es wird kälter und die Schneedecke wird dicker. Dann, 80km vor dem Grenzübergang ist Schluss. Die Straße ist nicht geräumt, wir rutschen, kommen kaum den nächsten Berg hinaus und da kommt noch so einiges. Trotz Schneeketten ist uns das zu heikel, also wieder zurück. Der nächste Übergang ist Basragan, ganz im Norden des Irak, also 500km weiter. Wir übernachten am Van-See bei 1800m in Eis und Schnee. Nur gut, dass unsere Diesel-Heizung so gut funktioniert. Die türkische Ausreise dauert ewig und der Zoll schickt unseren Bull auch noch zum Röntgen. Auf der türkischen Seite werden wir beim Geld-Tauschen auch noch so richtig über Ohr gehauen. Im Iran gibt es einen offiziellen Bank-Kurs und einen freien Kurs. Das war beim letzten Mal noch nicht so und ich hatte es vorher im Internet nicht gefunden. Na und das nutzt der Türke so richtig aus, im Iran kann man wegen dem Embargo keine ausländische Kreditkarte nutzen, man muss also Bargeld tauschen. Es ist das erste Mal, dass uns ein Geldwechsler an einer Grenze so heftig betrügt. Ich wünsche ihm, dass  er bald sein Geld mit richtiger Arbeit verdienen muss, zumal wir hinterher von anderen Reisenden ähnliche Betrügereien an dieser Grenze gehört haben.

Samstag, 30. November 2019

Georgien



Nach diesem Verwaltungs-Unsinn in Aserbaidschan ist die Abfertigung in Georgien ganz einfach. 
Die Grenzbeamten sind sehr freundlich, einer spricht sogar deutsch und begrüßt uns herzlich.
Hier könnten wir mit unserem Ausweis ohne Problem bis zu 365 Tage im Land bleiben. Aber wo Licht ist ist auch Schatten, hier kostet der Diesel fast so viel wie in D.
Georgien gilt politisch wie kulturell als Brücke zu Europa und bezeichnet sich selbst als „Balkon Europas“
Wir fahren durch den kleinen Kaukasus zur Hauptstadt des Landes, nach Tiflis. Einst führte die Seidenstraße durch die Altstadt. An vielen Häusern hat die Zeit deutliche Spuren hinterlassen, es wird aber auch schon heftig restauriert. Viele Häuser haben Holzbalkone und filigrane Schnitzereien, durch kleine Gassen geht es über Kopfsteinpflaster.

Die alten Karawansereien sind zu Hotels  und Restaurants umgebaut worden, der alte Charme der Stadt ist erhalten geblieben.
Wir finden einen Parkplatz in der Nähe der erst 2004 fertig gestellten Sameba- Kathedrale, der größten Kirche  Transkaukasiens. Wir überall in den georgisch Orthodoxen Kirchen gibt es weder große bunte Fenster, noch Sitzbänke. Die Innenräume sind recht leer und dunkel und werden von der Großen Altar-Wand dominiert. 
Nach einer Legende hat der georgische König Georgassali bei einer Jagd hier einen Fasan erlegt. Dieser fiel in das heiße Wasser einer Quelle und wurde gar gekocht. Genau an dieser Stelle gründete der König die Stadt Tiflis, was so viel wie warme Quelle bedeutet.
Auch heute gibt es an dieser Stelle noch 5 alte Bäder, die durch von 46°C heißem Schwefelwasser gespeist werden. Wir buchen für eine Stunde ein Privatbad im Gulo`s Sulphur Bath mit Piling und anschließender Seifen-Massage.
Hinter den Bädern führt ein Weg in die enge Feigenbaum-Schlucht-Legwatachewi mit ihren senkrechten Wänden und dem kleinen Wasserfall am Ende. Von dort wandern wir hoch zur den Resten der Nirgala-Festung mit einem tollen Blick über die Stadt, den botanischen Garten und die Glasbrücke. Als Tiflis ihren 1500. Geburtstag feierte, wurde hier oben die Statue Mother Georgia als
Symbol für den Nationalstolz der Einwohner errichtet. In der rechten Hand hält sie ein Schwert, das die Verteidigung verdeutlicht, in der rechten Hand eine Weinschale, um die Freunde Willkommen zu heißen. Unser Stadt-Bummel führt uns durch alte Gassen, über den Liberty-Square, den Flohmarkt und den gemütlichen Gassen an der Stadtmauer entlang.
Von Tiflis fahren wir weiter an vielen religiösen Kulturdenkmälern, Burg-Ruinen und vielen großen und kleinen Kirchen vorbei. Unterwegs kaufen wir an der Straße frisch gebackenes Kuchenbrot, leckeren Käse oder gefüllte Teig-Taschen, wir sehen immer wieder Stände mit Obst, Honig oder den bunten Stangen, Walnüssen mit Fruchtgelantine überzogen.
Bei    schauen wir uns das Samtawro Kloster an und fahren weiter zur alten Festungs- und Höhlenstradt Uplisziche. Das frühere wichtige Handelszentrum an

der Seidenstraße besteht zu einem großen Teil aus in den Sandstein-Felsen geschlagenen Palästen, Tempel und Wohnungen und war von einer Stadtmauer umgeben.
Eigentlich hätten man noch schöne Ausflüge in den Kaukasus unternehmen können, leider ist es dazu schon zu kalt.
Also fahren wir lieber nach Batumi, an das Schwarze Meer. Die Stadt ist im Sommer ein beliebter Badeort mit langer Partymeile und vielen Spielcasinos. Jetzt ist die Stadt mit ihrer 7km langen Strandpromenade, den vielen schönen Parks, Springbrunnen, Kirchen, Synagogen und Moscheen auf jeden Fall sehenswert. Auf dem Europa-Platz gibt es eine astronomische Uhr und die Säule mit Jason und dem goldenen Fließ. Am
Abend erstrahlen die vielen Lichter der Stadt, auf dem 130m hohen Alphabet-Tower befinden sich die eigentümlichen 33 georgischen Buchstaben.
Georgien hat uns sehr gefallen, freundliche Leute, tolle Natur, gute Weine und leckeres Essen.
Ein paar Km weiter ist dann schon die Grenze zur Türkei.