2010 D-Türkei-Syrien-Jordanien-2011-Griechenland-Türkei-Bulgarien-Rumänien-Ukraine-Polen-D-Verschiffung- USA-Mexico-2012-Mexico-Guatemala-El Salvador-Nicaragua-Costa Rica-2013-Panama-Verschiffung-Kolumbien-Equador-Peru-Bolivien-Brasilien-Uruguay-Argentinien-2014-Chile-Bolivien-Uruguay-Argentinien-D-Verschiffung-Malaysia-2015-Thailand-Kambodscha-Laos-Thailand-Myanmar-Indien-Nepal-2016-Indien-Pakistan-Iran-Türkei-D-2017-D-Marokko-D Verschiffung D-Südafrika-Namibia-2018-Südafrika-D-Südafrika-Namibia-Botswana-Südafrika-Swasiland-D- Südkorea-Australien-2019-Vietnam-D-Polen-Litauen-Lettland-Estland-Russland-Aserbaidschan-Georgien-Türkei-Iran-VAE-Oman-VAE-Corona-Zwangspause-VAR-Oman

Mittwoch, 26. November 2014

Singapur



Singapur ist ein kleiner Stadtstaat an der Südspitze der malaysischen Halbinsel. Die ehemalige britische Kolonie kurz vor dem Äquator gehört heute zu den reichsten Ländern der Erde. Auf alle Fälle ist es aber die sauberste Stadt in Südostasien. Wer in Singapur Müll oder auch nur eine Zigarettenkippe oder seinen Kaugummi (aber denn gibt es ja sowieso nur auf Rezept) wegwirft,  muss mit hohen Geldstrafen rechnen oder darf als Sozialarbeit am Strand Müll aufsuchen. Vandalismus oder Graffiti wird hart bestraft und die Strafen werden auch durchgesetzt. Irgendwie hat das Umfeld aber auch die Menschen geformt, ein Kind bringt selbstverständlich sein Bonbonpapier zum Müllkorb, an der vollen Metro warten die Leute bis alle ausgestiegen sind und drin steht sofort jemand auf, wenn eine Schwangere zusteigt.

Wie überall in den Hauptstädten in diesem Teil der Erde gibt es auch ein Chinatown, Little India oder einen muslimischer Stadtteil, aber auch hier ist alles ordentlich und aufgeräumt. Wir hatten  uns für 6 Tage ein Hotel in der Nähe von Little India ausgesucht, das günstig mit der Bahn zu erreichen war. Vor dort aus konnten wir bequem in das moderne Zentrum der Stadt fahren. Hier liegen alte koloniale Bauten, die das Parlament und die Kathedrale gleich neben den unzähligen Hochhäusern und Einkaufspalästen. An der Bucht erhebt sich das spektakuläre Marina Bay Sands Hotel, von dem wir eine schöne Aussicht auf die Stadt hatten. Auf der Plattform des 57. Stocks gibt es sogar unter Palmem einen Pool, leider aber nur für Hotelgäste.  An jedem Abend findet vor dem Hotel eine Lasershow mit Wasserspielen statt. Hinter dem Hotel erstreckt sich der Gardens by the Bay mit schattigen grünen Wegen, tropischen Pflanzen, Wasserflächen und zwei großen Gewächshäusern ( u.a. das weltgröße Glasgewächshaus) für Pflanzen aus den kühleren Regionen. Über dem Park erheben sich die Supertrees, pflanzenbewachsene bis zu 50m hohe Stahlkonstruktinen, von denen einige als Kühltürme für die Gewächshäuser dienen. Zum ersten Advent wurde unter diesen Trees ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut und am Abend auf der Bühne Weihnachtslieder gesungen. Danach erstrahlten die Trees mit tausenden von Lichtern zu passender Musik. An der Bucht steht auch das 165m hohe Riesenrad Singapore Flyer (bis 4/2014 das höchste der Welt) und auf der Stadtseite das Wahrzeichen der Merlion, ein Mischwesen aus Löwe und Fisch. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Städten kann man in Singapur nicht auf der  Straße essen. Die Garküchen sind in Hawker Center und Foodcourts untergebracht, finden sich in allen Teilen der Stadt und bieten vielfältige asiatische Küche für wenig Geld. Unser Lieblingsfoodcourt war im Suntec City-Komples. Im Zentum diese Einkaufscenters befindet sich die fountain of wealth, der Springbrunnen des Reichtums. Dieser Brunnen soll auch Wünsche erfüllen, dazu wird er mehrmals täglich ausgeschalten, dann kann man das Innere betreten und seinen Wunsch an das Wasser übergeben. Unseren Wunsch nach einem leckeren Essen hat er stets erfüllt.  Neben den vielen modernen Vierteln kann gelegentlich auch noch an einigen Ecken des alte Singapur entdecken und chinesische, buddhistische oder Hindu-Tempel finden. Wir haben uns auch den Botanischen Garten angeschaut, der auch eine Reihe von Themengärten enthält. Am Nachmittag hat dort die Big-Band der Polizei ein Konzert gegeben.  Am letzten Abend vor unserem Weiterflug ging es noch einmal zur Marina Bay. Am Ufer konnte man für ein Kunstprojekt einen großen Ball mit einen Wünschen und Grüßen beschriften, unser Ball wartet  nun in der Mitte der Bay mit tausend anderen roten und weißen Bällen auf den Beginn des neuen Jahres. Auf dem Rückweg machten wir noch an einer Bühne mit indischer Musik halt. Ein gelungener Abschluss unseres Singapur-Aufenthaltes.

Montag, 17. November 2014

Thailand, Bangkok



Am Abend des 12.11.2014 ging unser Flieger von Buenos Aires, mit Auftanken in Sao Paulo nach Istanbul und dann weiter nach Bangkok. 40 Stunden nach dem Auschecken in BA waren wir endlich im Hotel in Bangkok angekommen. Und die Zeitverschiebung von 10 Stunden hat natürlich unseren Rhythmus auch ganz schön durcheinander gebracht. Also hieß es nach zwei Nächten im Flieger erst einmal richtig Ausschlafen. Unser Hotel lag im Zentrum der Stadt am Ende der Khao San Rd. , der Partymeile der Traveller. Nach hinten hinaus war es trotzdem ausreichend ruhig und die Klimaanlage sorgte bei Temperaturen um die 34 grd C für etwas Erfrischung. Hier gab es auch viele Bars und Restaurants, aber auch jede Menge Garküchen und Essenstände. Für  2 € kann man hier ein Essen bekommen oder auch ausgefallene Sachen, wie Käfer oder Skorpione kosten. Der Unterschied zwischen der argentienischen und der Thai-Küche war dann doch schon enorm, zumal wir uns ja grundsätzlich überall landestypisch ernähren (so es denn uns auch schmeckt, denn gekostet wird so einiges und interessant ist es ja auf jeden Fall)   Für die nächsten Tage haben wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt vorgenommen. Neben dem imposanten großem Palast gibt eine Vielzahl von budistischen Tempeln anzuschauen. Unser erster Tempel, der Wat Po hat auch gleich den größten Buddha mit 46 m Länge und 15m Höhe zu bieten. Am nächsten Tag ging es mit dem Express Boot auf dem Chao Phraya, dem großen Fluß der Bangkok mit dem Golf von Thailand verbindet, zu Wat Traimit. In diesem Tempel steht ein 5,5 t schwerer Buddha aus massivem Gold. Leider war im Tempel wegen eines Feiertages die thailändische Prinzessin zu Besuch, Er war damit für uns zwar gesperrt, dafür gab es aber nebenan für alle kostenlos Essen und Trinken. An den vielen Ständen konnten wir uns so richtig durch die thailändische Küche kosten, denn hier gab es vieles, was keine der Garküchen an den Straßen anbot. Auf dem Rückweg ging es durch das quirlige Chinatown. Diese Ecke der Stadt diente vor allem chinesischen Einwanderern als Siedlungsgebiet und sie haben bis heute ihre Identität bewahrt. An den kleinen Straßen findet man allerlei exotische Waren. In überdachten Gängen drängeln sich zwischen den  dicht aufgestellten Verkaufsständen unzählige Menschen, aber auch  Karren und Motoräder zum Transport der Waren. Und natürlich gibt es auch hier immer wieder Garküchen. Eigentlich kann man die in Bangkok fast überall finden. Wenn man dieses Gewimmel hinter sich hat, ist man froh und könnte eigentlich tief durchatmen, wenn die Luft nicht so schlecht wäre.

In den  nächsten Tagen schauten wir uns einige der vielen toll gepflegten buddhistischen Tempel der Stadt an. Und natürlich ging es auch gut vorbereitet, das heißt mit langen Hosen/Rock und schulterbedecktem Oberteil in den Großen Palast. Hier befindet sich auch der wohl wichtigste Tempel der Stadt, der Wat Phra Keo, der Tempel der Smaragdbuddha. Leider war der völlig aus Jade bestehende Buddha wegen der „winterlichen“ Jahreszeit gut angezogen (im Juli-August ist mehr von ihm zu sehen). Auf der anderen Seite des Flusses liegt der Tempel der Morgenröte, der Wat Arun. Wenn man die sehr steilen Treppen auf den Tempel bezwungen hat, eröffnet sich ein schöner Ausblick auf den vielbefahrenen Fluß. Und wir hatten noch richtig Glück, denn in ein paar Wochen wird der Tempel wegen der Restaurierung wohl vollständig eingerüstet sein. Unweit vom Tempel Wat Sakret, auf dem künstlich angelegten 78m hohen goldenen Berg befindet sich auch eine Anlegestelle für die auf dem Saen Saep-Kanal verkehrenden Boote. Weil das Wasser im Kanal nicht ganz sauber (oder besser gesagt, richtig dreckig) ist, werden während der Fahrt mit den schnellen Boot links und rechts Planen gegen spritzendes Wasser hochgezogen. Damit ging es viel schneller aus mit dem Bus (durch ständig verstopfte Straßen) in das moderne Zentrum der Stadt. Zwischen vielen hohen Bürotürmen und riesigen Einkaufszentren liegt der kleine Erawan-Schrein. Hier kann man nicht nur zum Gebet seinen Kerzen und Räucherstäbchen entzünden. Falls man einen besonderen Wunsch hat, bekommt man hier (gegen einen Obolus) die entsprechende Unterstützung durch einige Tempeltänzerinnen mit der dazugehörigen Musik. Wirklich gut anzusehen. Auf der  westlichen Seite des Flusses beginnen weite von Kanälen durchzogene  Feuchtgebiete. Wir sind mit dem Bus in diese Gegend gefahren und haben dann bei einer Bootstour drei der dortigen Flooting Markets besucht. Hier kann man immer noch sein Essen von einem der dort liegenden Boote kaufen. Am 25.11. mussten wir schon wieder unseren Rucksack packen. Es ging weiter mit dem Flieger nach Singapur.

Samstag, 1. November 2014

Argentinien, Buenos Aires/ Verschiffung



Am 19.10.2014 ging es bei Frey Bentos wieder über die Grenze nach Argentinien. In dem fast genau einem Jahr seit unserem ersten Argentinienbesuch hat sich doch so einiges geändert. Haben wir im letzten Oktober noch knapp 6 Peso für einen Liter Diesel bezahlt, so waren wir nun bei fast 12 angekommen und auch beim Einkaufen und in den Gaststätten war die Inflationsrate von 30% deutlich spürbar. (Unser Restbargeld vom letzten Jahr hatte doch so einiges an Wert verloren. Da kann man die Sorge des Herrn Draghi über zu wenig Inflation im Euro-Raum kaum nachvollziehen.)

Unser Ziel lautete mal wieder Buenos Aires, denn nachdem mit dem Bulli wieder alles in Ordnung war, galt es nun, unser neues Reiseziel vorzubereiten. Seit 2011 waren wir über 65000 km von den USA über Mittelamerika durch Südamerika gereist, nun sollte es in Richtung Asien weiter gehen. Wir wollen in Buenos Aires unseren Bulli in einen Container verladen und per Frachter nach Kuala Lumpur in
Grab von Evita Peron
Malaysia verschiffen. Zunächst ging es also auf die Suche nach einer passenden Logistikfirma, aus mehreren Angeboten haben wir die Firma Hellman, ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Buenos Aires und Kuala Lumpur ausgesucht. Dann galt es, in Buenos Aires ein Hotel und den Weiterflug nach Asien zu buchen und alle Unterlagen für die Verschiffung zusammen zustellen.

Am 27.10. mussten wir damit zum Zoll und am nächsten Tag wurde unser Bulli schon im Zolllager abgestellt. Eigentlich sollte er an diesem Tag schon in einen Container, aber dem Zoll fehlte wohl noch ein Stempel auf unseren Papieren. Wir sind erst einmal in ein kleines Hotel im Stadtteil San Telmoeingezogen, denn wir hatten unseren Abflugtermin erst ein paar Tage nach dem Auslaufen des Schiffes gelegt. So blieb uns auch mehr als genügend Zeit, Buenos Aires anzuschauen.

Am 4.11. war dann endlich alles geschafft, die Drogenhunde hatten ihr ok für den Bulli gegeben und er konnte in den Container. Der musste dann erst einmal mit dem LKW quer durch die Stadt zum Hafen transportiert werden. Am 8.11. ist unter Containerschiff Richtung Asien ausgelaufen, für uns noch mal ein Grund, zu unserem Lieblingsrestaurant in BA zu gehen und noch einmal richtig gutes Rindfleisch vom Grill  genießen zu können. Am Wochenende stand dann auch noch etwas Kultur auf dem Programm. Am Plaza de Majo wurde der Tag der Afroamerikaner in Argentinien gefeiert. Hier gab es alles, vom Rapper auf der Bühne über Trommelgruppen und Tänzer in den Straßen bis zum traditionellen argentinischen Tanz auf dem Platz. Aber auch direkt vor unsrer Haustür war etwas los. In San Telmo wurde die traditionelle Feria gefeiert. Am Abend gab es aus der großen Bratpfanne eine leckere Kostprobe (keine Paella mit Meeresfrüchten, sondern natürlich mit Rindfleisch und ein Schlückchen Rotwein dazu). Am Sonntag war dann im ganzen Viertel was los. Unzählige Stände, viele Kunstinstallationen zu den verschiedensten Themen und allerlei Straßenkünstler. Auf dem Platz gab es eine perfekte Tangoshow und im Anschluss konnten  dann dort auch alle anderen noch weiter das Tangobein schwingen. Ein Stückchen weiter gab es handgemachte argentinische Musik und nebenan wurde bis in die Nacht nach argentinischer Musik traditionell getanzt. Das war ein richtig schöner Abschluss unserer Südamerikareise.