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Dienstag, 6. November 2012

Guatemala


Nach der Grenze ging es auf einer gut ausgebauten Straße in Richtung Tikal. Die hüglige Landschaft war sehr grün, meist Weideflächen mit unzähligen Rindern. Unterwegs gabes mal wieder viele nervige Toppes, die quer über die Straße verlaufenden mind. 20cm hohen Bodenwellen, nur dass im Gegensatz zu Mexico hier fast nie ein Schild warnt. Ansonsten waren die Strassen eigentlich in einem guten Zustand und wir sind unterwegs immer wieder sehr freundlichen Menschen begegnet. 
Unser erstes Ziel in Guatemala war die Maya-Stätte Tikal im nördlichen Teil des Landes. Obwohl nur 90 km von den ebenfalls im Dschungel liegenden  Ruinen von Calakmul entfernt, ist sowohl der Baustil, als auch die Flora und Fauna sehr unterschiedlich. Wir machten uns am nächsten Morgen, kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg. Tikal war mit ca 200000 Einwohnern die größte Stadt der Mayas. Die steil aufragenden Tempel erreichen eine Höhe von bis zu 60m und sind von dichtem Regenwald umgeben. In der Ferne hörten wir mal wieder die Brüllaffen und über uns turnten die Spider Monkys mit ihren Greifschwänzen durch die hohen Bäume. Zwischen den Pyramiden trafen wir immer wieder viele possierliche Nasenbären und die schillernden Maya-Truthähne. Faszinierend war die Aussicht von dem 60m hohen Tempel 4 auf die über den Dschungel herausragenden Spitzen der Tempel am großen Plaza. Zum Sonnenuntergang sind wir noch einmal auf diesen Tempel geklettert und sind dann, da es in diesen Breiten sehr schnell dunkel wird, die 30min Rückweg bei Taschenlampenlicht durch den stockfinsteren Dschungel marschiert. Am nächsten Morgen sind wir von unserem Übernachtungsplatz, dem Hotel Jaguar Inn zurück bis zum See Lago Peten Itza gefahren. Da unser erser Badeplatz ständig von Frauen belagert war, die im See ihre Wäsche wuschen, sind wir ein Stückchen weiter am Ufer entlang  gefahren. An einem Naturreservat konnten wir in dem klaren Wasser des über 30km langen Sees baden und auch gleich übernachten.
Nach einem Einkauf in einem der seltenen Supermärkte vor Flores fuhren wir weiter durch eine hüglige grüne Landschaft Richtung Poptun . Hinter dem Ort, auf der Finca Ixobel wollten wir ein paar Tage Pause machen. Auf der Finca mit etlichen Cabanas, Baumhäusern und einem Naturpool kann man schön campen und oft treffen sich hier die Langzeitreisenden auf dem Weg von oder nach Tikal um Erfahrungen und Tipps auszutauschen. Wir hatten diesesmal aber kein Glück, es waren keine interessanten Leute da. Dafür hatte sich Edith am Nachmittag nach einer Dschungelwanderung neben unserem Platz mit einigen einheimischen Frauen an einem riesengroßen Kochtopf über das Essen unterhalten und prompt wurden wir von den Familie zum Essen in ihr Haus eingeladen- der Hausherr hatte Geburtstag. Das  Essen war sehr lecker und mit Englisch und ein bisschen Spanisch konnte man sich auch ganz gut unterhalten. 
 Am 12.11. sind wir dann weiter bis Rio Dulce gefahren . Auch hier haben wir wieder an einem (Brunos-) Hotel gestanden, da diese Plätze einfach sicherer sind. Auch auf der Finca hatte uns jeden Abend der Wachmann auf seiner Runde mit umgehängtem Gewehr gegrüßt. 
Am nächsten Tag haben wir eine schöne  Bootsfahrt auf dem Fluß Rio Dulce die rund 40km bis vor zum Meer nach Livingston unternommen. Zunächst ging es an einer alten Festung gegen die Piraten , dem Castello San Filipe vorbei. Anschließend konnte man viele nistende Wasservögel und auch mal einen richtig großen Leguan in dem üppigen Dschungel direkt am Ufer entdecken. In der Nähe von Rio Dulce haben viele                               Amerikaner ( und auch ein paar Deutsche) ihre großen Segeljachten stationiert. Der Unterschied konnte nicht größer sein, als dann unterwegs etliche Einheimische in ihrem kleinen Einbaum versuchten, ein paar Fische zu fangen. Ihre einfachen Häuser auf Pfählen lagen weit verstreut am Ufer. Livingston unterscheidet sich etwas vom restlichen Guatemala.  Dieser Ort wird von den Garifuna, den Nachfahren der Kariben und der schwarzen Sklaven,  bevölkert. Sie stammen ursprünglich von den kleinen Antillen und pflegen hier ihre Kultur, Musik und ihren englischen Dialekt. Wirklich viel zu sehen gibt es aber auch nicht, und so ging es nach einem Rundgang und der inzwischen tägliche Regenhusche zurück nach Rio Dulce. Ja, das Wetter ist hier doch ganz anders als in Mexico. Dort hatten wir fast jeden Tag blauen Himmel und Sonnenschein, hier bisher (außer in Tical) fast jeden Tag früh Sonne und am Nachmittag  den Regen.
Am 14.11. ging am etwa Bodensee-großen Lago Izabal entlang bis zur Finca el  paraiso direkt am Ufer. Dort sind es nur ein paar km und man erreicht  nach einen kurzen Fußweg durch den Wald Agua caliente,das  heiße Wasser. In einen kalten Gebirgsbach ergießt sich von der Seite ein dampfend heißer Wasserfall.Es ist schon eigenartig, auf den Rücken prasselt das warme Wasser, während die Füße langsam kalt werden.  
Am nächsten Tag hatten wir einen kleinen Ausflug zum ebenfalls wenige km entfernten  El Boqueron unternommen. Hier konnten wir uns mit einem Boot in einem engen Canyon einen Fluss ein Stück hinauf fahren lassen und anschließend den Rückweg schwimmend (oder besser in der Strömung treibend) antreten. In teilweise kräftiger Strömung kommt man sich beim ersten Mal an den Stromschnellen ziemlich hilflos vor. Aber da die Felsen  vom Wasser schön rund geschliffen sind, ist eine „Grundberührung“ nicht weiter schlimm, wenn man über sich die senkrecht aufragenden Felswände mit Tropfsteinen und dichtem Grün bewundern kann.
Die Weiterreise am kommenden Tag sah auf der Landkarte eigentlich ganz einfach aus: ca 100km die Teerstraße nach Westen. Nach ein paar km kam dann in Abständen immer mal wieder eine halbfertige tolle neue Betonstraße mit den üblichen schlechten Abschnitten dazwischen. Nur wurden diese Abschnitte im weiteren Verlauf immer länger und die Betonstrecken seltener. Bis es dann auch die Schotterpiste immer schlimmer wurde. Aber nun wieder das ganze Stück zurück und dann noch über 300km Umweg, ach die 50km schaffen wir schon... Nach rund 6 Stunden, teilweise im 1.Gang steil bergauf hatten wir die Strecke dann auch geschafft ( und waren auch ein wenig geschafft). Aber es  ist eben ein armes Land mit wenigen Autos und vielen unbefestigten Straßen. Und natürlich gab es für uns unterwegs auch schöne Landschaften und Dörfer zu sehen.
Das Leben unterscheidet sich hier abseits der großen Straßen doch stark von dem in Deutschland. Wir haben viele Männer, aber auch Kinder gesehen, die mit einer schweren Ladung des täglichen Feuerholzes auf dem Rücken in ihr Dorf zurück kehrten. An der Finca Paraiso war ein Baum umgestürzt, dort wimmelte es nur so von Kindern, die mit der Machete armlange Stücke abschlugen. Denn Gekocht wird meist mit Holz auf einer offenen Feuerstelle  mit einem Rost für die Töpfe darüber. Das separate Haus zum Kochen ist am Giebel offen, damit der Qualm abzieht. Die meisten Häuser haben hier Wände aus Brettern, ringsum ist es aber sehr sauber. Und (scheinbar) ständig sind die Frauen beim Waschen, z.T. im Fluss (falls vorhanden), meist aber an speziellen Betonwaschtrögen. Zum Trocknen wird dann gern mal der Stacheldrahtzaun genutzt, da kann die Wäsche wenigstens nicht runterfallen.
Wir waren nach einer Übernachtung an einem Hotel in Coban bis zum Ende der Teerstraße und dann mal wieder 10km Buckelpiste bis zu den Grutas (Höhle) de Lanquin gefahren. Dort sind wir auf ein öffentliches Verkehrsmittel umgestiegen und die nächsten 10km in 45min auf der Ladefläche eines Allrad-Jeeps mit weiten 10 Guatemalteken durch die Berge geschaukelt worden. Durch üppige Landschaften, vorbei an Kaffee- und Kardamonplantagen, ab und zu ein paar Kakaobäume  ging es nach Semuc Champey. Hier, mitten in einem Naturschutzgebiet stürzt donnernd ein reißender Fluss in seinem Lauf in eine Höhle, fließt ein paar Hundert Meter unterirdisch weiter und tritt dann ein ganzes Stück tiefer wieder aus. Oben auf diesem Abschnitt haben sich terrassenförmig einige türkisfarbige Poos gebildet, bei denen das klare Wasser von einem in das nächst-tiefere Becken fließt. Nach einem anstrengenden Aufstieg zum Aussichtspunkt auf die Becken konnten wir hier ein herrlich erfrischendes Bad nehmen. Wir haben in dieser abgelegenen Ecke Guatemalas erstaunlich viele Europäer gesehen, die hier in einem der Hostels Urlaub machen. Am späten Nachmittag stand nach der Rückkehr zu unserm Auto die Höhle auf unserem Programm. Am Höhleneingang gab es eine brennende Kerze und schon konnte man (natürlich noch mit Taschenlampe) die stockfinstere Höhle erkunden. Das Beste kam aber zum Schluss am Höhlenausgang, denn mit Eintritt der Dunkelheit verließen Tausende von Fledermäusen über unseren Köpfen die Höhle. In der Nacht wurden wir auf dem Parkplatz und die vielen Fledermäuse in der Höhle von 2 Wachmännern mit großkalibrigen Gewehren bewacht. Wir haben wunderbar geschlafen.
Eigentlich sollte es von hier über Coban nach Osten gehen, aber da es dort auch über eine lange Strecke nur unbefestigte Straßen gibt, haben wir mal wieder umgeplant und Kurs auf Guatemala City genommen. Leider waren sie dort sehr sparsam mit den Hinweisschildern und eine richtige Umgehungsstraße gibt es nicht. Nachdem wir 2-mal die Abfahrten verpasst hatten, war dann doch eine Ausfallstraße aus der Hauptstadt Guatemalas nach Antigua gefunden. Antigua gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Mittelamerikas, umgeben von der reizvollen Kulisse der Vulkane Agua, Fuego und Acatenango. Über 200 Jahre war Antigua die Hauptstadt Guatemalas, mehr als 50 prunkvolle Kirchen, Klöster und Konvente wurde hier in kürzester Zeit errichtet und machte Antigua zur schönsten Stadt der „Neuen Welt“. Das verheerende Erdbeben von 1773 verwandelte die Stadt innerhalb weniger Minuten in einen Trümmerhaufen. Da dies das 3.Beben innerhalb von 60 Jahren war, wurde die Hauptstadt  40km weiter westlich verlegt und die Kirchenruinen nicht wieder aufgebaut. Wir haben Mitten im Zentrum der Stadt auf dem Gelände der Touristenpolizei einen sicheren Standplatz gefunden und konnten so zu Fuß die holprigen Pflasterstraßen mit den bunten Häusern und prachtvollen Fassaden erkunden.  Glücklicherweise sind auch in der Umgebung kaum neue Gebäude entstanden und so vermittelt dieses Weltkulturerbe den Eindruck einer kolonialen Stadt aus der Zeit vor über 200 Jahren. Einzig die vielen, wegen dem Pflaster im Schritttempo fahrenden, stinkenden Autos trübten den Eindruck etwas. Interessant waren aber auch die vielen ausgemusterten US-amerikanischen Schulbusse, die hier nun farbenfroh aufgearbeitet als           Linienbus ihre Runden ziehen. In einem Hinterhof konnten wir an einem Abend der typisch gualtemaltekischen Marimba-Musik lauschen, 6 Mann an einem Xylophon.

 Nach 5 Tagen haben wir uns von den 2 Amerikanern im VW T4, die auch mit auf dem Platz standen (die beiden hatten wir hier zum 3.mal auf einem Standplatz in Guatemala getroffen) verabschiedet und sind weiter in das Hochland nach Chichcastenango (2070m)gefahren. Hier wollten wir den Markt ansehen. Nach einer mit heftigem Gefälle und stanken Steigungen (teilweise 1.Gang) versehen kleinen Straße lag die indigen geprägte kleine Stadt vor uns. Wir waren am Vortag des Marktes nach Chichi gefahren und so haben wir mit wenig Problemen durch die schmalen Einbahnstraßen zu unserem Hotel(parkplatz) Maya Inn gefunden. Direkt neben dem Hotel wurde schon am Vorabend mit dem Aufbau der Verkaufsstände aus langen Holzstangen und Plastikplanen gegonnen. Der Maya-Markt von Chichicastelnango ist wohl an Farbenpracht kaum zu überbieten. Die Indigenas trugen ihre selbsgewebten bunten Röcke und Blusen, der Markt erstreckte sich über die halbe Stadt, viele Straßen waren nun von Ständen aber auch vielen kleinen Händlern belegt. Von Obst über Blumen, Stoffe, Leder gab es alles, was zu einem Mayamarkt gehört. Und dazu natürlich unzählige Garküchen für das leibliche Wohl. Im Umfeld der Kirche Santo Tomas wird alles von einem beißenden Qualm überdeckt. Um 1540 wurde diese Kirche von den Dominikanern auf den Stufen eines alten Mayatempels errichtet. Wie zu vorkolumbianischer Zeit wird auf den Stufen Kopalharz verbrannt, Gebete gemurmelt und kleine Opfergaben ausgelegt. Wir ließen das Treiben auf uns wirken, kauften noch etwas Obst ein und machten uns am Nachmittag auf den Weg zum Lago de Atitlan. Nach einer steilen Abfahrt erreichten wir unseren Platz am Ortseingang von Panajachel. Am Hotel Tzanjuyu hatten wir ( mal wieder als einzige Gäste) einen Platz direkt am See (auf 1500m). Am schönsten war es am Morgen, der See liegt still im Morgendunst, vor uns versucht ein Mann in einem winzigen Holzboot mit dem Netz Fische zu fangen, am gegenüberliegenden Ufer erheben sich die bis zu 3500m hohen Vulkane Atitlan, Toliman und San Pedro und ab und zu bringt ein Motorboot Leute in die gegenüberliegende Stadt San Pedro. Als die Sonne höher stieg, gab es ein erfrischendes Bad im hoteleigenen Pool (und wir sind immer noch allein). Ansonsten ist es in der Stadt aber doch ziemlich touristisch geprägt, vor allem US-Amerikaner machen hier Urlaub.

Für die Weiterfahrt nach Süden gibt es mal wieder 2 Möglichkeiten, direkt am See entlang, oder ein Stückchen höher. Wir fragen, ob die Straße am See befahrbar ist, ja ,sehr gut sogar- ist die Antwort. Die Straße am See bietet herrliche Ausbricke und außer den üblichen tiefen Schlaglöchern ist sie auch ok. Im nächsten Ort findet an der Kirche gerade eine Tanzvorführung mit schönen Masken statt und weiter geht es. Am letzten Ort 5km vor der Einmündung auf die Nationalstraße ist dann die Teerstraße zu Ende. Auf die Nachfrage bei einem Kraftfahrer, ob ich da durchkomme, erhalte ich die Antwort, es ist etwas steil, aber ich sollte es ruhig probieren. Das erste Stück geht auf, dann wird es sogar gerade aber dann wird es richtig schlimm, holperig und steil. Jetzt nur nicht irgendwo zu langsam werden, anfahren wird nichts, rückwärts geht nicht und umdrehen schon gar nicht. Nur gut, dass wir so viel Bodenfreiheit und relativ grobe M+S – Reifen drauf haben.  Mit teilweise durchdrehenden Reifen erreiche ich dann sogar ohne Aufsetzen erleichtert aber durchgeschwitzt die Teerstraße. Nun haben wir aber erst mal genug von diesen Straßen (und von der Karte und von Google, denn da geht überall die Straßen toll durch).   Weiter geht es immer gleichmäßig bergab durch endlose Kaffeeplantagen. Am Nachmittag kommen uns auf der Straße unzählige Menschen vom Kaffeepflücken entgegen und zweigen dann über eine kleine Hängebrücke zu ihrem Dorf ab. Edith hat auch mal ein paar gepflückt, ziemlich mühselig und geht nur per Hand, die Arbeit sieht man dem Kaffee nicht an, wenn man ihn in Deutschland in die Kaffeemaschine kippt.   Wir fahren aber weiter Richtung Südosten, auf die Grenze zu El Salvador zu. Die letzte Nacht verbringen wir an einer lauten Tankstelle, es war einfach nichts besseres zu finden.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

Mexico



Nach einer langen Sommerpause in Deutschland sind wir am 23.10.2012 von Berlin über Frankfurt nach Cancun in Mexico zurückgeflogen. Mit den Flügen gab es keine Probleme, nur der Zoll hat uns dann doch ein wenig aufgehalten. Naja, richtiges Urlaubsgepäck hatten wir  ja nicht. Neben ein paar Ersatzteilen, Filtern, neuen Spiegeln….für den Bulli hatte ich einen kleinen Akkuschrauber in Pistolenform!!! im Koffer. Da braucht man sich über interessierte Zollbeamte ( in Berlin und Cancun) nicht wundern. Und im zweiten Gepäckstück hat auch nicht jeder ein Solarpanel dabei.  Das dauert dann doch etwas. Natürlich war dann auch unser letzter Bus weg, also ging es mit dem Taxi nach Playa del Carmen ins Hostel und am nächsten Tag mit dem Bus weiter bis Felipe Carrillo Puerto, wo bei einer mexikanischen Familie unser Bulli auf uns wartete. Ein Stein fällt einem doch vom Herzen, wenn nach 5 Monaten mit dem Auto soweit alles ok ist. Nach dem Auspacken mussten wir feststellen, dass die Batterie völlig leer war. Da das Ladegerät auch nichts half, wurde die Batterie ausgebaut, auf das Lastenfahrrad unserer Familie geladen und ab ging es zum Batterie-kaufen. Warum ich nach einem Fahrradschloss gefragt habe, hat der Vater wohl nicht wirklich verstanden. So etwas hat dort keiner.  Mit der neuen Batterie ging es dann erst mal zum Einkaufen.

An nächsten Tag sind wir nach einer herzlichen Verabschiedung in Richtung Majahual aufgebrochen und haben uns an „unserem“ Strand (hier hatten wir schon im April 14 Tage Badeurlaub gemacht ) häuslich eingerichtet. Hier wurde erstmal alles wieder richtig ausgepackt. Auf das Dach kam die neue Solarzelle, denn bei diesen Temperaturen braucht der Kühlschrank doch etwas mehr Strom. Im Gegensatz zum Frühjahr war es nun sehr schwül warm, Tags 35° und zum Schlafen gehen immer noch 26°C. Da kamen auch die neuen Ventilatoren gerade recht. Und auch sonst hatte sich hier einiges geändert: viel Grün ist dazugekommen, die Pelikane sind weg, dafür besucht uns jeden morgen ein Einsiedlerkrebs und abends leuchten unzählige Glühwürmchen.   
Am 31.10. ging es dann mit einem Bade- und Internet-Stop in Mahahual weiter an die Lagune  Bacalar.

 In der Zeit vom 31.10 bis 2.11. ehren die Mexicaner ihrer Verstorbenen in besonderer Weise. Wieder einmal haben sich indigene mit christlichen Riten vermischt und so begegnet man dem Tod in der Zeit vor dem Dia del Muertes überall. Gerippe hängen in den Schaufenstern, Totenlköpfe aus Ton, Plastik, Pappmache oder Zuckerwerk sind überall zu kaufen und die Verkäufer laufen teilweise mit furchbaren (aufgeklebten  Plastik)-wunden durch den Laden. In Bacalar wurde hierzu das Festival De dulce las calaveras  (von der Süße des Todes ?) gefeiert. Wie überall im Land wurden aus Palmen und Bananenblätter  Altäre mit dem Bildnis des Verstorbenen errichtet und diese mit Speisen, Obst und manchmal Schnaps bewirtet. An einigen wurde sogar ein kleiner Brunnen und eine Feuerstelle aufgebaut. Am Morgen des 2.November werden dann die übrig gebliebenen Speisen von den Verwandten gegessen.
 In der Nähe von Ochaca und Mexico DC wird dies richtig festlich begangen, im übrigen Land eher familiär gefeiert.
Wir sind  weiter über Chetumal den langen Weg zu der nach unserer Meinung wohl schönsten Maya-Stätte Mexicos, nach Palenque gefahren. Die Ruinen liegen im tropischen Regenwald am Übergang vom schlül-warmen Tiefland zum Hochland Chiappas. Wir wurden früh morgens bei Öffnung der Stätte lautstark von vielen Brüllaffen auf den hohen Bäumen begrüßt. Palenque glänzt nicht mit hohen Pyramiden, sondern mit vielen gut erhaltenen Tempeln und zahlreichen großen Reliefs. Im Innern einer 20m hohen Pyramide wurde hier in einer Krypta ein über 5t schwerer unberührter Sarkophag des Königs Pascal mit wertvollen Grabbeigaben gefunden.  Und auch der  Palacio  mit seinem quadratischen Turm ist eine Besonderheit unter den Mayabauten.

 

 
 









Am 6.11. ging es dann in Richtung Guatemala zu der kleinen Grenzstation El Cibo. Eigentlich wollten wir dort übernachten, aber der Ort war einfach unangenehm. Vergitterte Läden, nervende Verkäufer, also nichts wie kehrt. In letzten richtigen Dorf vor der Grenze durften wir neben einem kleinen Laden stehen und noch einmal mexikanisches Dorfleben beobachten.
Am Morgen ging es dann ganz unproblematisch über die Grenze. Einzig auf der guatemaltekischen Seite wollten sie für die Fahrzeugregistrierung Kopien aller möglichen Dokumente, u.a auch eine Kopie des vor wenigen Minuten erhaltenen Einreisestempels im Pass. Da kann man Kopien mitbringen soviel man will, man muss doch zum Kopierer. Und der steht natürlich nicht in der Grenzstation, nein, man fährt mit dem Taxi 5min in den nächsten Laden und dort geht nach der ersten Kopie auch noch der Kopierer kaputt. Trotzdem sind wir nach schon 2 h durch( In Arabien war es komplizierter und hat länger gedauert).

Mittwoch, 9. Mai 2012

Mexico- Quintana Roo 2

Durch den Regenguss sind wir erst sehr spät unterwegs gewesen und damit in die Dunkelheit gekommen. Eigentlich sollte man in Mexico möglichst nicht in der Nacht fahren, da die Beleuchtung der Autos nicht immer funktioniert, Fahrräder und die Lastdreiräder, die für Lasten, als Verkaufsstand oder als Taxi genutzt werden  sowieso kein Licht besitzen und auch oft Fußgänger auf der Straße unterwegs sind. Aber wenn man sich Zeit nimmt und langsam fährt geht es schon. In Coba haben wir uns dann spät zum Schlafen an einen See gestellt, leider hat das lautstarke Froschkonzert die ganze Nacht angedauert. Am nächsten Tag sollten mal wieder ein paar Mayapyramiden angeschaut werden
Coba

Anschließend hatten wir noch einen Halt an einer Cenote gemacht, an der für die Touristen das Ballspiel der Mayas vorgeführt wurde. Das Tor bildet ein Ring an der schrägen Seite der Spielfläche. Mit Hüfte Ellenbogen oder Bein muss es nun einer Mannschaft gelingen, einen schweren Kautschukball durch diesen Ring zu rollen.
Am 19.Apil sind wir in Tulum angekommen und konnten wieder in dem herrlich warmen Wasser der Karibik baden. Unweit der einzigen direkt am Meer stehenden Mayaruinen lag der vom Riff geschützte Badestrand. Schöner weißer Strand, türkisfarbenes Wasser dazu jede Menge Sonne und wenn man früh genug da war, sogar ein schattiger Platz unter Palmen. Hier konnten wir es ein paar Tage aushalten. Zwischendurch gab es mal einen Abstecher zur
Cenote Casa. Da die Decke dieser Cenote auf ein paar hundert Meter eingestürzt ist, fließt das unterirdisch ankommende Wasser wie durch einen von Mangroven gesäumten normalen Fluß bis kurz vor das Meer, um dann wieder durch eine  Höhle zu verschwinden. 
Unter Wasser war es jedoch alles andere als normal. Unter den Mangrovenwurzeln zweigten seitlich Höhlen ab und es gab viel Fische. Den Grund konnte man durch das bei Flut eindringende schwerere Salzwasser nur durch Schlieren sehen. Leider war das unterirdisch ankommende Wasser auch noch empfindlich kalt, so das wir zwischendurch eine Pause zum Aufwärmen einlegen mussten..  In Tulum haben wir dann auch endlich unseren Flug nach Hause für den 10.05. gebucht.
Am 26.04. ging es dann an der Küste weiter nach Akumal, einem Ferienort gegenüber der Insel Cozumel. Hier gibt es direkt am Badestrand herrliche Schnorchelreviere mit vielen Korallen und Fischen. Das Interessanteste sind aber sicherlich die hier lebenden Meeresschildkröten, die sich an die vielen Schnorchler gewöhnt haben und so in Ruhe beim Grasen beobachtet werden können. Eine Schildkröte hatte ständig zwei große Schiffshalter (Fische, die auf der Oberseite eine Saugplatte besitzen und so eine günstige Mitfahrgelegenheit nutzen können) auf der Unterseite zu kleben und ansonsten tummelten sich auch etliche Rochenarten in Ufernähe.
Da wir ja im Herbst unsere Reise in Mittelamerika fortsetzen wollen, suchten wir immer noch eine Hurrican-sichere Parkmöglichkeit für unseren Bulli. Ein Parkplatzwächter gab uns den Tipp es im Akumal-Dorf an der Kirche mal zu versuchen. Wegen der spielenden Kinder war es dort nicht so toll, für den kleinen Abstecher wurden wir dann aber doch noch belohnt. Vor der Kirche lagen nämlich einige Musik-Instrumente und so wurde nach dem abendlichen katholischen Gottesdienst übergangslos vor der Kirche gleich Maya-typisch weiter gefeiert. Zur Musik tanzte ein Mann mit einem mit bunten Bändern geschmückten Tablett mit (echtem) Schweinekopf drauf in der Menge. Anschließend ging es tanzend durchs Dorf bis zu  Festplatz. Dort gab es für alle ( auch für uns) einen kleinen Imbiss: Taccos und ein Bier dazu. Wie der Zufall manchmal doch so spielt.Die letzte Station unserer Reise war Playa del Carmen. Nach einem Badetag und dem abendlichen Bummel durch die Fußgängerzone mit unzähligen Bars, Restaurants und Geschäften ging es am nächsten Tag wieder Richtung Süden. In Akumal konnten wir uns noch mal von den Schildkröten verabschieden und in Tulum gab es unser letztes Bad in der Karibik. Da wir ja im Herbst unsere Reise durch Mittelamerika fortsetzen möchten, musste für unser Auto ein vernünftiger Parkplatz gefunden werden. Und der sollte ja vor Hurricans und Salzwasser geschützt und auch noch einigermaßen sicher sein. Nach vielen Plätzen, die wir uns angeschaut hatten, fiel unsere Wahl auf einen Platz bei einer freundlichen Familie in Felipe Puerto Carillo. Dort wurde der Bulli schön in Planen verpackt und muss nun warten, bis wir wieder kommen.
Wir sind mit dem Bus bis Playa del Carmen gefahren, haben dann dort eine Nacht im Hostel geschlafen und sind anschließend von Cancun mit einem Zwischenstopp in Miami nach Berlin geflogen.
In den fast neun Monaten sind wir rund 24000 km gefahren und haben dafür knapp 1600l Sprit gebraucht. Auf dieser Reise haben wir die unterschiedlichsten Landschaften gesehen, tolle Erlebnisse gehabt, viele interessante Mitreisende kennengelernt und sind überall freundlichen Menschen begegnet. Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Reise im Oktober und natürlich wünschen wir allen, die uns im Blog verfolgt haben, einen schönen Sommer.
Bis bald!

Montag, 9. April 2012

Mexico- Yucatan

Unsere erste Station im Bundesstaat Yucatan war das kleine Städtchen Oxkutzcab. An dem zentral gelegenem Platz konnten wir in dem überdachten Markt mal wieder einige unbekannte Obstsorten einkaufen und natürlich auch wieder Mango, Papayas und co. Nach einer Übernachtung im Obsthain mit Führung durch den Besitzer und noch ein paar Beuteln mit Orangen, Limetten, Pampelmuse und Cocos ( gut, dass das Auto so groß ist) haben wir uns mal wieder eine große Maya-Ausgrabungsstätte angesehen. Eigentlich gibt es in Mexico und speziell auf der Halbinsel Yucatan unzählige zu besichtigende archäologische Stätten. Da wir vor 5 Jahren schon einmal mit dem Mietwagen einiges auf Yucatan angeschaut haben, wollten wir dieses Mal andere Orte sehen. So stand nun Uxmal auf dem Programm. Neben Chichen Itza ist Uxmal eine der meistbesuchten Stätten auf Yucatan. Gleich am Eingang steht die Pyramide des Wahrsagers, anschließend geht es durch weitere gut erhaltene (
und gut restaurierte) Tempel, Paläste und Gebäude. Und auf jedem zweiten Stein schaute uns eine Echse in die Augen.
Gegen Nachmittag war es dann so heiß, dass wir aus der Anlage in den gegenüberliegenden Hotelpool geflüchtet sind. Und kaum waren wir erfrischt, mussten wir schon wieder flüchten. Nach dem es schon seit Tagen so um die 35°C mehr waren, kam nun endlich die Abkühlung in einem richtigen tropischen Unwetter mit Blitz und Donner, mit

Starkregen, Hagel und Sturm. Also schnell das Auto in die Mitte des Parkplatzes gestellt, denn von den vorher schattigen Bäumen brach so einiges an Ästen ab und flog durch die Luft. Eine Stunde später war alles vorbei, das meiste Wasser versickerte und wir konnten am Abend sogar noch zur Light- and Sound-Show in die Anlage gehen.


Am kommenden Tag, es war warm wie immer, haben wir zur Abwechslung mal das Bad in einer Cenote gesucht. Im gesamten Bundesstaat Yucatan gibt es trotz heftiger Regenfälle keine offenen Flüsse. Der Untergrund besteht aus Kalkgestein und so versickert alles Wasser und fließt durch unterirdische Spalten, Hohlräume und Höhlen Richtung Meer. Während in Uxmal das Grundwasser bei 65m Tiefe liegt und die Stadt sich mit Zisternen versorgt hat, liegt das Gelände weiter Nördlich tiefer. Hier bricht an vielen Stellen die Decke der großen Hohlräume stellenweise ein und bildet Cenoten, von außen zugängliche, manchmal auch offene Wasserbecken.Teilweise sind die Cenoten als kleine Badeteiche mit regem Besucheransturm erschlossen.Die von uns ausgesuchte Cenote Kankirixche lag etwas “versteckter“. Sie war zwar in unserem Führer ausgewiesen, aber man sollte wohl eine geführte Safari dorthin machen. Kein Wegweiser an der Straße ,wir haben trotz Nachfrage bei den Einheimischen (wegen unserem schlechten Spanisch) erst beim der dritten Vorbeifahrt den schmalen Feldweg in den Busch gefunden. Nach ein paar Km gab es dann auf einer Lichtung ein 5m-Loch in der Erde, in dass eine Eisenleiter knapp 10m in die Tiefe führt. Dort unten konnten wir in glasklarem Wasser baden, Die von der decke hängenden Wurzeln und die Tropfsteine über und unter Wasser bewundern und mit der Taucherbrille die Lubs, die augenlosen Fische beobachten. Ein paar Taucher haben hier auch ihre Flaschen abgeseilt und sind weiter in die nächste Unterwasserhöhle getaucht, in der es weiße Krebse gibt. Ab und zu kamen ein paar Mexicaner zum Baden, ansonsten mussten wir die Cenote nur mit den an der Decke nistenden Schwalben teilen.


Am Karfreitag wollten wir eigentlich nach Merida fahren. An vielen Orten in Mexiko finden an diesem Tag  Osterprozessionen und manchmal auch Passionsspiele statt. Zu den Passionsspielen von Ixtapalapa bei Mexico Stadt kommen viele Tausende Besucher aus aller Welt. Wir sind also morgens von unserer Canote abgefahren und schon im nächsten Dorf, in Abala, läuft uns ein Römer mit Sperr und Rüstung über die Straße. Wenig später verkündet am Rathaus “Pilatus” den Urteilsspruch über Jesus und dieser muss bei brütender Mittagshitze ein schweres Holzkreuz durch den Ort ziehen. Ihm folgen neben den  Römern noch weitere kostümierte Personen und dann folgt die gesamte Kirchengemeinde. Auf einem Hügel hinter der Kirche wird dann die Kreuzigung nachgespielt. Für solch eine kleine Gemeinde war das ein  richtig gut gemachter Religionsunterricht.
Wir sind dann erst einen Tag später nach Merida auf den Campingplatz gefahren, ein Platz für über 100 Trailer, wir waren mal wieder die einzigen Gäste und sind auch nur eine Nacht geblieben. Da sich ja in den Toilettenräumen “kleine stehende Gewässer” befinden, hatten sich dort seit dem letzten Besuchern die Mückern (oder Moskitos???) stark vermehrt. Wir sind im Dschungel nicht so gestochen worden, wie in diesen Toiletten und Mückenschutz ist ja an solchen
Orten auch nicht so ganz einfach.
Merida ist eine schmucke alte Kolonialstadt, die auf den Ruinen der Mayastadt Tiho errichtet wurde. Die Kathedrale wurde aus den Steinen der zerstörten Mayatempel erbaut. Die Stadt war durch den Anbau der Agavenpflanze für die Gewinnung des Sisalhanfes einst die reichste Stadt Mexicos.
Und natürlich gab es am Zocalo eine Vorstellung einer Mayatanzgruppe in ihren typisch weißen Trachten. Und nachdem diese fertig waren, spielte die Kapelle weiter und viele Paare tanzten dazu am Nachmittag auf der Straße. Am Abend haben wir mal etwas ganz anderes gemacht, wir sind in das La Bierhaus gegangen und haben nach langer Zeit mal ein deutsches Schnitzel gegessen und dazu gab es ein Schwarzbier von Zuhause. So etwas muss auch mal sein.
Nach dem heißen Ostertagen wollten wir mal wieder ein wenig Abkühlung und sind zur Küste nach Puerto Progreso gefahren. Hier ist zwar die Badewanne Meridas, aber dafür ist auch der Stand komplett mit Villen bebaut und das Wasser ist wie im gesamten Golf von Mexico wesentlich trüber als in der Karibik (also an der Ostseite der Halbinsel. In Dzialam de Bravo beginnen die nördlichen Nationalparks mit ihren Vogelschutzgebieten, hier gibt es bis Rio Lagartos keine Küstenstraße. Hinter Rio Lagartos erstrecken sich riesige Verdunstungsbecken zur Meersalzgewinnung und hier bekommen wir auch endlich viele Flamingos zu sehen. Die Vögel hatten eine richtig kräftige Rosafarbe, waren aber leider meist nur aus der Entfernung zu sehen. Am nächsten Tag hatten wir noch einen Badetag in El Cuyo eingelegt, bevor es in Richtung Valladolid ging. Eigentlich wollten wir noch einmal in einer Cenote baden. Die auf dem Weg liegende Cenote 7 Bocas fanden wir mitten in einem Dorf und entpuppte sich als eine unzugängliche Cenote, in die von oben durch die Decke 7 Brunnen führen. Für die nächste Cenote wollte der Besitzer über 25€ Eintritt plus Übernachtung auf einer Wiese ohne jeden Service haben, also ging es weiter nach Ticuch. Da wir natürlich wieder nicht wussten wo im Ort diese liegt, fuhren wir direkt ins Zentrum, um nachzufragen. Dort war kein Durchkommen, viele Menschen und auf dem zentralen Platz war vor der Kirche aus Holz eine große Arena aufgebaut. Stierkampf in Mexico, wer hätte das gedacht.  Immer wieder wurden Stiere in die Arena getrieben und lieferten sich vor begeistertem Publikum mit den Toreros einen ungleichen Kampf. Anschließend werden sie von den Cowboys mit dem Lasso einfangen und wieder abtransportiert. Nur ein Stier musste sein Leben lassen, er wurde neben der Arena dann auch gleich zerlegt, das Fleisch wurde sofort verkauft oder landete sofort auf dem Grill. Das Publikum war übrigens sehr gemischt, vom Säugling, über kleine Kinder bis zur Oma waren alle da, aber die Mexicaner haben ja ohnehin ein besonderes Verhältnis zum Tod.
Wir sind anschließend zur Cenote Suytun am Ortsausgang gefahren, konnten dort bei den Cabanas übernachten und den schönen Pool nutzen. Die unterirdische Cenote gleich um die Ecke hatte nur ein kleines Loch in der Decke, durch das die Sonne schien und konnte über eine Treppe durch einen unterirdischen Gang betreten werden. Einzig das Wasser war ziemlich kalt, aber trotzdem ist es schon toll, in einer Höhle zu baden. Und zum Aufwärmen ist ja der Pool auch noch da. Am 17.04 haben wir uns in Valadolid die Cenote Zaci mitten in der Stadt angesehen, naja nach den wirklich interessanten Cenoten hätten wir uns diese eigentlich sparen können. Zum Abend gab es mal wieder einen tropischen Regenguss, das Wasser hat die Straßen der Stadt in einen reißenden Fluss verwandelt, gut das das Auto nicht allzu weit entfernt stand und meine Sandalen wasserfest waren. Edith konnte ich dann direkt am Laden abholen. Durch die Straßen konnte man nur langsam fahren, denn das Wasser reichte schon über die Bordsteine bis an die Hauseingänge ( und wer  weis, wie hoch Bordsteine in Mexico sind ( meist über 30 cm), der hat eine Vorstellung von den Wassermassen, die sich über die Stadt ergossen.
Wir sind trotz etlicher Autos, die im Wasser stehen geblieben sind, gut aus der Stadt in Richtung Coba und damit wieder nach Quintana Roo gefahren.