2010 D-Türkei-Syrien-Jordanien-2011-Griechenland-Türkei-Bulgarien-Rumänien-Ukraine-Polen-D-Verschiffung- USA-Mexico-2012-Mexico-Guatemala-El Salvador-Nicaragua-Costa Rica-2013-Panama-Verschiffung-Kolumbien-Equador-Peru-Bolivien-Brasilien-Uruguay-Argentinien-2014-Chile-Bolivien-Uruguay-Argentinien-D-Verschiffung-Malaysia-2015-Thailand-Kambodscha-Laos-Thailand-Myanmar-Indien-Nepal-2016-Indien-Pakistan-Iran-Türkei-D-2017-D-Marokko-D Verschiffung D-Südafrika-Namibia-2018-Südafrika-D-Südafrika-Namibia-Botswana-Südafrika-Swasiland-D- Südkorea-Australien-2019-Vietnam-D-Polen-Litauen-Lettland-Estland-Russland-Aserbaidschan-Georgien-Türkei-Iran-VAE-Oman-VAE-Corona-Zwangspause-VAR-Oman

Montag, 28. Januar 2013

Panama


                                                                                Nach dem wir in Rio Sereno an dem unscheinbaren Grenzgebäude von Costa Rica fast vorbei gefahren wären, lief auch die Abfertigung auf der Panama-Seite nach der Mittagspause ganz locker über die Bühne. Dann noch die Desinfizierung und schon ging es durch die Berge der Chiriqui Highlands stetig auf und ab. Unser erstes Ziel war das Hochtal von Cerro Punta. Hier wachsen an steilen Hängen auf einer Höhe von über 2000 m Salat, Kohl, Mohrrüben, Erdbeeren und Kartoffeln. Und natürlich kann konnte wir ab hier bei angenehm kühlen Temperaturen auch hoch in die Berge wandern, auch wenn manchmal die Luft knapp wurde. Die Aussichten sind herrlich, schade dass nicht mehr Tiere zu entdecken sind. Nach zwei Tagen ging es hinunter in die schwül-heiße Stadt David zu einkaufen und dann auch geich wieder hinauf nach Boqete. Da der Ort nur auf 1000m liegt, wächst hier überall Kaffe, der meist von  den indigenen Ngäbe-Bugle-Leuten gepflückt wird. Auch hier gab einige schöne Trails und nach der Hitze am Pazifik waren die Temperaturen um die 20 Grad auch mal sehr angenehm. Nach soviel „Kälte“ hat das nächste Ziel gut gepasst, die heißen Quellen von Caldera. Neben dem Rio de Caldera kann man ganz gemütlich in kleinen warmen Mineralquellen sitzen. Interessant sind in Panama immer wieder die vielen Hängebrücken, über die wir manchmal mit dem Bulli, meist aber auf unseren Wanderungen müssen. Manche davon sind wirklich abenteuerliche Konstruktionen, bei denen nicht nur der Tüv so seine Bedenken hätte. Aber was soll´s, eine Alternative, außer Umdrehen, gibt es eigentlich nie und die Einheimischen sehen das sowieso sehr locker.
 
 









Wir haben dann noch ein  Stück weiter flussabwärts einen Badestopp am Canyon de Cangilones eingelegt. Hier hat sich das Wasser einen teilweise nur 2m breiten 7-8m tiefen Canyon in den Fels gegraben, in dem man herrlich baden und wegen des sehr tiefen Wassers auch schön springen kann. Am 28.01. mussten wir dann so langsam weiter. Nach zwei Übernachtungen am Pazifik in Las Lajas und Santa Clara ging es nach Panama-City. Über weite Strecken sind wir auf unserer Reise der Panamericana gefolgt. Diese Straße verläuft durch den gesamten amerikanischen Kontinent von Alaska im Norden bis Feuerland im Süden Argentiniens. Eigentlich, denn gut 110km zwischen Panama und Kolumbien fehlen. Und für die paar Km müssen wir unseren Bulli in einen Container verpacken und per Schiff weiter reisen lassen. Die Organisation ist ein bisschen schwierig, da wir nur 30 Tage in Panama bleiben dürfen, das Schiff nur einmal wöchentlich fährt und wir aus Kostengründen noch ein zweites Auto für den großen Container finden wollen. Am Balboa-Jachtclub in Panama-City direkt an der Einfahrt zum Panamakanal übernachten die meisten Reisenden mit ihrem Auto vor oder nach der Verschiffung. Auch wir hatten hier immer Gesellschaft, vom riesigen schweizer Expeditionsmobil bis zum argentinischen VW-Käfer mit Zelt war alles vertreten. Unser erster Ausflug ging zu den Miraflores-Schleusen am Panamakanal. Der erste Versuch  eines schleusenlosen Kanals nach Vorbild des Sueskanals durch eine französiche Gesellschaft scheiterte vor allem an einer Epedemie durch Malaria und Sumpffieber, die 22000 Tote forderte. Von 1905 bis 15 wurde dann durch die USA der Kanal mit den bekannten Schleusen gebaut. Der Kanal wurde übrigens vertragsgemäß 1999 an Panama übergeben. An der Mirafloresschleuse geht es in zwei Becken übrigens 16m nach oben. Alle Schiffe werden durch beiderseitig angebrachte Zahnradbahnen durch die Schleusen geleitet. Bei den großen Pötten bleiben dann noch 60cm Platz an der Seite, dass sieht ziemlich klapp aus. Am nächsten Tag ging es dann mal in die moderne Stadt. Gegensatz zum Rest Mittelamerikas fühlt sich Panama-City fast wie Amerika an. Viele Hochhäuser, viele Autos, jeden Tag lange Stau´s und riesige Einkaufscenter, aber auch ein paar Ruinen vom alten Panama.   Am 3.Februar fand direkt vor unserer Haustür der Ironman 70,3-Wettkampf Panamas statt. Hier wird jeweils die halbe Ironman-Distanz absolviert, es waren auch sehr viele Frauen dabei. Der Start erfolgte vom Steg unseres Jachtclubs am Eingang des Panamakanals über 1,9 km Schwimmen. Anschließend fogten 90 km Radfahren, wir mussten solange das Fenster ranklappen, damit keiner dagegen fährt und zum Schluss ein halber Maraton . Da Ganze natürlich fand natürlich bei tropischen Temperatunen statt, wir waren immer auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen…
In Vorbereitung zur Verschiffung muss man einige Unterlagen bei der Polizei einholen. Da wir immer noch keinen Partner für einen Container hatten, sind wir mit einigen anderen Fahrzeugen  mitgefahren, in der Hoffnung, vielleicht dort ein zweites Fahrzeug zu finden. Und tatsächlich hatte ein Ehepaar mit ihrem Pkw auch jemanden gesucht. Obwohl alle an der Grenze zu Panama beim Zoll die Verschiffung angemeldet hatten, waren 3 von 4 Zollpapiere fehlerhaft und mussten korrigiert werden. Also auf zum Zoll und nach viel Warterei wieder zurück zu einer weiteren Polizeidienststelle. Nach fast 7 Stunden bei den Behörden hatten wir alle unsere Papiere und wie sich dass für Mittelamerika gehört, die dazugehörigen 5 Kopien. Ich glaube all unsere Dokumente einschließlich der vielen Kopien die wir an den Grenzen seit Mexico gelassen haben, würde inzwischen einen dicken Ordner füllen.
Ja und dann ging es ganz schnell, denn für den nächsten Morgen war schon die Verladung der Fahrzeuge in die Container in Colon vorgesehen. Also nach dem anstengenden Behördentag schnell noch mal Wäschewaschen, Rucksäcke mit den Sachen für die Tage ohne Auto packen, Geld abholen, Hotel für den ersten Tag ohne Auto reservieren und den Wecker für den nächsten morgen stellen.
Am 7.Februar war der Treff mit dem Agenten der Rederei in einem Fastfood-Restaurant verabredet und dort wurden erst einmal etliche Tische in Beschlag genommen um die Papiere zu  sortieren. Da noch 5 Kopien von der Versicherung fehlten, ein kurzer Abstecher zu Copyshop und schon ging es zum Containerhafen. Die Fahrzeuge wurden gewogen, überprüft und da auch der Drogenhund ruhig blieb, konnte es weiter zu den bereitgestellten Containern gehen. Nach der Verladung wurden die Container vom Zoll verplombt und schon standen wir alle ohne Auto am Hafen und warteten geduldig auf ein Taxi. Nach fast einer Stunde in der brütend heißen Bushaltestelle ging es mit Taxi und Bus zurück nach Panama-City in unser Hotel.  Damit sind wir seit dem Oktober 2012 insgesammt 5700 km durch Mittelamerika ( Mexico, Guatemala, El Salvador, Honduras, Costa Rica und Panama) gefahren und wer denkt, dass ist eine flache Gegend, wir sind über 40 km nach oben und wieder runter gefahren, maximal auf 3400 m Höhe. Seit unserem Start am 24.August 2011 in Deutschland sind wir nun fast 30000 km in Amerika unterwegs gewesen.                                                                                                                                                                                       
Da hier in Panama richtig Karneval gefeiert wird und in den meisten Firmen die Arbeit für 3 Tage ruht, mussten wir auch etwas länger auf unser Auto warten. Und weil wir schon mal da waren, so haben wir unseren Flug so gelegt, dass wir auch noch etwas von dem Karneval sehen konnten. Im Bereich der Uferpromenade war ein weiter Bereich abgeteilt worden und nachdem jeder sich einer sehr ausgiebigen Leibesvisitation unterzogen hatte, konnte der Karnevalsumzug  angeschaut werden. Der Höhepunkt des Festes sollte zwar erst am Faschingsdienstag sein, aber auch an den Abenden davor wird jeweils ein Umzug mit einigen schönen Festwagen, Musik- und Tanzgruppen durchgeführt. Anschließend gab es ein Bühnenprogramm, überall Musik und viel Bier. Am 10.2. sind wir mit dem Bus zur chinesischen Neujahrsfeier ( das Jahr der Schlange) gefahren. Es fand natürlich alles ein einer riesigen (klimatisierten) Kongresshalle statt, viele Chinesen, viel Verkauf und etwas Kultur. Bis zum großen Feuerwerk wollten wir dann doch nicht bleiben. Am nächsten Tag ging es dann zum Flughafen und mit einem Stop und Umsteigen in Medellin nach Cartagena in Kolumbien.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Costa Rica



Am 17.12. sind wir über die Grenze nach Costa Rica gefahren. Den ersten Stopp haben wir gleich 20km hinter der Grenze an der Finca Cana Casillo eingelegt. Die Finca wird seit 1997 von zwei Schweizern betrieben und liegt in einem üppigen Regenwald. Und passend dazu hat es auch gleich in der Nacht das erste Mal seit langer Zeit geregnet. Rings um die Finca sind ein paar Wanderwege gekennzeichnet und dazu passend gab es auch gleich eine deutsche Erläuterung der Pflanzenwelt dazu. Endlich kennen wir mal einige Namen von den vielen Bäumen, die hier wachsen. Am nächsten Tag ging es weiter in das Landesinnere auf die Hochebene um den See Arenal. Ein absolutes Muss war ein Halt an der deutsche Bäckerei in Nuevo Arenal, denn hier gab es zu Bratwurst mit Sauerkraut noch ein paar Infos über die Umgebung. Und natürlich haben wir auch gleich u.a. ein schönes dunkles Brot eingekauft. Am Gemeindeplatzkonnten wir mit Blick auf den wolkenverhangenen Vulkan Arenal direkt am See übernachten. Am nächsten Tag ging es über weiter an dem schönen See entlang. Eigentlich sah es hier wie in Süddeutschland aus, viele Hügel mit saftigen Wiesen und darauf schwarz-bunte Kühe und ab und zu ein Haus mit Balkon und Blumenkästen, wie auf der Alm. Am Ende des Sees liegen die Arenal Hänging Bridges. Auf diesem Privatpark führt ein über 3km langer Trail über 16 Brücken durch einen von vielen tiefen Tälern durchzogenen Regenwald. Von den 6 Hängebrücken mit Längen bis zu 100m und fast 50m Höhe kann man auch mal einen Blick auf die Baumkronen werfen. Einziges Manko für dieses Erlebnis ist der doch heftige Eintrittspreis von 50US-$ für 2 Personen. Costa Rica ist eben nicht unbedingt ein günstiges Reiseland, denn auch in den üppig ausgestatteten Supermärkten sind die Preise meist höher als in den USA, kein Vergleich also zu Mexico oder Guatemala. Und auch ansonsten hat Costa Rica nicht viele Gemeinsamkeiten mit dem restlichen Mittelamerika. Alles ist sehr sauber und gepflegt, viele Autos sind unterwegs und viele Häuser könnten so auch in Nordamerika stehen. Wir fahren nach einer zweiten Übernachtung am Arenalsee mit Blick auf den immer noch wolkenverhangenen Vulkan Arenal weiter nach Osten zu den Termales de Bossque, also den heissen Quellen im Wald. Nach einem kleinen Fußmarsch durch den Wald kommen wir an einen Bach, in den sich an vielen Stellen kleine heiße Quellen ergießen. Da es in diesen Höhenlagen doch schon ziemlich kühl ist, tut das warme Wasser richtig gut. Anschließend geht es weiter immer höher in Richtung Vulkan Poas. Eigentlich wollten wir vor dem Nationalpark übernachten, aber 15km vorher wird es einfach zu dunkel zu weiterfahren. Die kurvige Straße wurde erst vor kurzem ausgebaut, ist aber noch nicht überall fertig. Die Kante am Straßenrand ist manchmal 1m hoch. Außerdem zieht dichter Nebel von den Bergen. Am nächsten Tag geht es bei feinem Nieselregen an großen Erdbeerfeldern vorbei in den Nationalpark Vulkan Poas auf 2600m. Wir hoffen immer noch auf ein Wolkenloch, um den grün schimmernden Kratersee zu sehen, sind dann aber froh, dass wenigstens der Regen aufhört. Gut in unseren Regenmänteln verpackt, laufen wir den Trail 
   
um die beiden Kraterseen herum. Der dichte Nebel verhindert die Sicht auf das 300m tiefer gelegene 35°C-warme Wasser, die Schwefeldämpfe haben wir aber trotzdem in der Nase. Der Rundkurs geht durch finsteren moosbewachsenen Nebelwald, vorbei an den riesigen Blättern des Umbrellagewächses und den blühenden Bäumen mit den Kolibris. Wir bleiben sogar noch eine Nacht in dieser unwirklichen Landschaft und hoffen umsonst auf besseres Wetter. Bei stürmischem Nebeltreiben und Regen geht es am Morgen abwärts Richtung Alajuela. Übrigens hatten wir nach vielen Wochen Trockenheit hier in Costa Rica bisher jede Nacht Regen. Ab 1500m wird das Wetter besser und wir fahren durch ausgedehnte Kaffeeplantagen. Eigentlich wollten wir noch nach San Jose reinfahren ober es geht nur von einem Stau zum nächsten. Auf dem einzigen Campingplatz der Stadt steht nun ein Supermarkt, also schenken wir uns die Stadt  um fahren nach Sachis. Hier werden Ochsenkarren leuchtend bunt bemalt, allerdings nur noch als Andenken und für`s  Museum. Denn auf den Straßen gibt es die in Costa Rica schon lange nicht mehr .  Anschließend ging unserer Fahrt von den angenehmen frühlingshaften Temperaturen der Hochebene durch endlose Kaffeplantagen in den Bergen hinunter zur Pazifikküste. An der Brücke des Pio Grande de Tarcoles, unweit der Küste, lagen etliche Salzwasserkrokodile auf der Lauer. Ein paar Kilometer weiter fanden wir Jaco einen angenehmen Stellplatz in einer langgezogenen Sandbucht. Hier machen über Weihnachten viele Surfer Urlaub, trotzdem ist es nicht überlaufen und ruhig 
Endlich können wir auch mal wieder am Stand frühstücken, während über uns die Papageien von den Schlaf- zu den Futterbäumen fliegen und manchmal der Leguan neidisch auf unseren Teller schaut. Der wird hier übrigens nicht wie in den Nachbarländern gegessen, sondern ist gern gesehen, da er Mäuse und anderes Ungeziefer vertilgt. Nach dem sehr ruhigen Weihnachten bleiben wir auch gleich noch über Sylvester hier. Eigentlich wollten wir zum Abend in eine Gaststätte mit ein wenig Musik, aber die Ticos feiern doch etwas anders. Unser Restaurant, wo  








es  Abendessen gab, macht überraschender weise um 22:00 Uhr, wie viele andere auch, zu. Alles macht sich auf den Weg zum Strand und auch wir nehmen unser Trinken, die Knabberei und die Picknickdecke und lassen uns neben vielen anderen Decken im warmen Sand nieder. Schön, dass wir die Decke dabei haben, denn 15 Minuten vor Mitternacht ziehen wir uns die über den Kopf, denn es fängt mal wieder heftig an zu Regnen. 3 Minuten vorher hört es auf, ich schaffe es gerade noch die Gläser zu füllen und schon können wir auf ein weiteres Jahr in fremden Ländern anstoßen. Die Feuerwerke der in der Bucht verteilten Hotels wirken am Strand besonders gut und kaum haben wir den Rückweg bis zum Auto geschafft, da kommt auch schon der nächste Regen. Aber nicht nur das Wetter in Costa Rica ist  ganz anders, als in den Nachbarländern. Auch am Strand staunen wir immer wieder, wenn schon morgens um 6 Uhr die ersten Badegäste am Strand spazieren gehen und die wie unproblematisch die Ticos am Strand ihre Zelte aufbauen. Frei nach dem Motto „ Pura vida“, genieße das Leben. Auch wir verbringen   noch ein paar gemütliche Tage am Strand in Jaco und fahren dann über Esterillos zum Nationalpark Manuel Antonio. Der Nationalpark liegt auf einer felsigen und grünen Halbinsel. Hier konnten wir eine schöne Wanderung durch den Dschungel machen und haben neben anderen sonderlichen Tieren u.a drei verschiedene Affenarten aus nächster Nähe gesehen. Leider mussten wir dann  wegen eines Problems am Auto unsere Route ändern und wieder ein Stück zurück fahren. Unser Kühlschrank im Auto wird ja über die Solarzellen auf dem Dach versorgt und leider funktionierte der Solarladeregler nicht mehr. Die Batterien wurden nicht mehr geladen und waren schon fast leer, als wir den Fehler feststellten. So ein Kühlschrank braucht bei Temperaturen über 30 Grad C doch so einiges und für Licht und Computer-laden geht auch so einiges drauf. Ein Ersatz war hier in Costa Rica nicht zu beschaffen und so mussten wir ihn in Deutschland bestellen. Der ADAC hat die Versendung nach Costa Rica veranlasst und 5 Tage später konnte ich das kleine Gerät schon am Flughafen in San Jose abholen. Das hat wirklich sehr schnell und unkompliziert geklappt. Der einzige Wermutstropfen war, dass wir für das 30 €-Teil über 100 US$ Zoll- und Bearbeitungsgebühren bezahlen mussten. Bei der Gelegenheit konnten wir auch gleich noch unsere Freunde in San Jose besuchen. Wir hatten die Familie vor einem Jahr zu Sylvester in Mexico kennen gelernt und freuten uns auf das Wiedersehen. Wir viele andere in Costa Rica, wohnen die Beiden mit ihren Kindern in einem bewachten und umzäunten Wohnviertel und auch das Haus ist wie fast alle hier rings um mit Gittern versehen und das Grundstück mit Stacheldraht gesichert, obwohl es hier kaum Kriminalität gibt. Auf fast 1000m Höhe hatten wir nach der schwülen Hitze an der Küste hier richtig angenehme Frühlingtemperaturen. Nachdem der Regler getauscht war, haben wir gemütlich auf der Terrasse zusammengesessen, die bunten Vögel im Garten beobachtet und Planungen für die weitere Reise besprochen.  Schön mal wieder deutsch zu sprechen. Nach zwei netten Tagen ging es weiter auf der Panamericana Richtung Panama. Die Straße windet sich hier immer höher, bei 2700m liegt das Hotel Mirador de Quetzal. Der Quetzal ist der heilige Vogel der Maya und lebt in hoch gelegenen Nebelwäldern und inzwischen in Mittelamerika sehr selten. Hier soll man ihn zu sehen bekommen. An Nachmittag können wir sogar bei Sonnenschein eine Wanderung durch dichten Moos-bewachsenen Regenwald unternehmen und nach einer kalten Nacht geht es im Morgengrauen bei Nieselregen mit einem Führer in die Berge. Wir haben Glück und sehen neben etlichen Kolibris mehrere der großen grünen Vögel mit den bis zu 40cm langen Schwanzfedern hoch oben in den wilden Avokadobäumen.  Anschließend geht unsere Reise auf der Cerro de la muerte, der Todesstraße auf den höchsten Pass Costa Ricas bis 3460m Höhe. Früher sind hier viele Reisende vor Erschöpfung oder durch die Kälte uns Leben gekommen. Und beim Bulli merken wir auch, dass in der dünnen Luft doch schon ein paar PS fehlen. Unsere nächste Station war die Finca Cantaros bei San Vito. Während ansonsten Rinder auf den Hügeln und Bergen grasen, darf sich hier die Natur in ihrer ganzen Pracht entfalten. Auf über 1000m Höhe wachsen hier etliche blühenden Pflanzen, die auch bei uns im Blumengeschäft stehen. An nächsten Tag geht es auf einem unbefestigten Weg  zu einem ganz kleinen Grenzposten nach Panama, der sonst eigentlich fast nur von den einheimischen Kaffeepflückern aus Panama genutzt wird.