Bei der Reise 2018/19 werden wir das erste Mal von unserer langjährigen Tradition abweichen und


nicht mit dem eigenen Bulli reisen. Der ursprüngliche Plan war ja, nach der Südafrika- Rundreise das Auto dort über den Sommer stehen zu lassen und dann im September die Verschiffung nach Australien zu organisieren. Ein aktualisierter Kostenvoranschlag hat dann aber schon für die Hinverschiffung rund 3000€ ergeben. Dazu kommt noch die Garage über den Sommer in SA, der Flug nach SA und zurück, um das Auto zu verschiffen, später dann die Rückverschiffung usw. Das war uns dann insgesamt doch etwas zu viel.
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lso geht es dieses Mal nicht mit dem eigenen Fahrzeug auf Reisen.
Zunächst mussten wir aber erst einmal ein Visum für Australien bekommen. Da wir 2015 etwas länger in Indien waren, wurde wegen dem dortigen Tuberkulose-Risiko ein Gesundheitszertifikat gefordert. Da das alles dauert, gab es das Visum erst im zweiten Anlauf ( und für die doppelten Kosten). Und da uns der Flug bis Australien zu weit war, haben wir uns als Zwischenstopp Süd-Korea ausgesucht. Und so geht es am 21.10. 2018 zunächst von Berlin über Helsinki nach Seoul, der Hauptstadt von Süd-Korea.
Da wir über die Nordroute (also Sibirien, Mongolei) fliegen, sind wir schon
nach 8,5h in dem modernen Flughafen von Seoul. Mit dem Bus geht es fast direkt
bis vor unsere Unterkunft. Das über Airbnb gebuchte Zimmer liegt direkt an
einem Metro-Kreuz, wir kommen also einfach zu unseren verschiedenen Zielen in
der Stadt. Da die koreanischen Stationsnamen schwer auszusprechen und noch viel
schwerer zu merken sind, gehen wir keinen Schritt/Fahrt ohne Stadtplan. Am
ersten Tag schlendern wir gemütlich durch die Straßen des traditionellen Namdaemun
Market und ins moderne Myeongdon-Viertel mit Shoppingpalästen und der kath. Kathedrale.
Während das Frühstück in der Unterkunft ganz europäisch ausfällt, gibt es zum
Abend natürlich koreanisch in allen Varianten. Das heißt, mal sitzen wir auf
dem Fußboden vor kleinen Tischen und löffeln unsere Suppe, mal wird der Kocher
am Tisch angeheizt und dort das Mahl zubereitet. Die Vielfallt ist schon
erstaunlich und meist auch recht lecker, dazu gibt es immer diverse Schälchen
mit (teils recht scharfen) Beilagen. Am 24.10. geht es zu dem größten
Palastkomplex der Stadt, dem 1395 fertig gestellten Gyeongbokgung Palast. An
der Statue des Kaisers demonstrieren

mal wieder einige Koreaner gegen das innige
Hoffieren von Kim Jong un. Direkt vor dem Palasttor findet ein Food-Festival (Wettbewerb)statt,
viele Kochteams stellen sich mit frisch zubereiteten Speisen der Jury. Und auch
wir kosten so einige ungewöhnliche Varianten.

Der Palastkomplex erinnert von der Anlage her sehr an die

Verbotene Stadt in
Peking und ist sogar 25 Jahre früher erbaut. Im Inneren liegen mehrere
Palasthöfe mit prächtigen Gebäuden hinter einander. Und das Ganze wirkt
besonders interessant, da sich viele der
Besucher im nebenan liegenden Viertel traditionelle
koreanische Kleidung ausleihen. Vor dem National Folk Museum lauschen wir noch
ein wenig der koreanischen Musik, die doch für unsere Ohren recht angenehm ist.

Am nächsten Tag besuchen wir

das daneben liegende Bukchon Hanok Village und
schlendern durch den der Rest der mittelalterlichen Bebauung der Stadt.
Ansonsten bestimmen die

vielen Hochhäuser das Stadtbild. Neben dem Viertel
schließen sich

zwei weitere Paläste mit den dazwischen gelegenen Secret Garden
an. Der Garten ist jetzt besonders sehenswert, denn die vielen Bäume bilden mit
ihrer

Laubfärbung einen besonderen Kontrast zu den an kleinen Teichen und Pagoden.
Nach dem
Rundgang durch den Jongmyo
Schrein, dem religiösen Zentrum der koreanischen Buddhisten, geht es über die
Bummelmeilen der Insa-dong Street Richtung Metro. Das letzte Stück führt
übrigens an einem Bach entlang, der mitten in der Stadt zwischen Hochhäusern
und Hauptverkehrsstraßen zu


einer ruhigen grünen Spaziermeile ausgebaut wurde.
Richtig nett angelegt und übrigens so sauber, wie auch der Rest der Stadt. Hier
liegt kein Papier oder Trinkbecher rum und Zigarettenkippen sowie so nicht,
denn in der Stadt herrscht Rauchverbot. Die einzige Ausnahme bilden die wenigen
kleinen Raucherpavillons in den Fußgängerzonen. Insgesamt also eine angenehme
Stadt, denn auch die Koreaner sind sehr höflich, rücksichtsvoll und hilfsbereit. Selbst vor
der vollen Metro gibt es kein Drängeln und Schieben.
In Seoul hat die Stadtmauer ein wenig das Flair der chinesischen Mauer. Die Verteidigungsanlage verläuft weiträumig über recht steile Berge um das alte Stadtgebiet herum. Da Teile auch heute

noch im Militätgebiet liegen, geht es nur mit Registrierung und Pass auf den manchmal anstrengenden


Pfad. Dafür entschädigt uns aber auch die Aussicht von den Bergen auf die Stadt. Unten wieder angekommen, gibt es gleich nochmal etwas zu sehen. Vor dem Palast findet mehrmals am Tag eine Wachablösung statt. In farbenprächtigen Uniformen marschieren die Soldaten zu interessant klingender Militärmusik.

Am 28.10. endet unser interessanter Kurzbesuch in Seoul. Wir fliegen weiter über Kuala Lumpur nach Sydney.
Ich hoffe Ihr seid gut angekommen😀. Ich bin ganz gespannt auf Euren ersten Reisebericht🤓.
AntwortenLöschenNa, dann guten Flug nach Australien🤓
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